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Auschwitz – Birkenau

Am 20.7.2010 bewegte ich mich im Zug in Richtung Auschwitz. Auf der Zugfahrt nach Wien, von dort ging dann ein Zug nach Oswiecim weiter lernte ich bereits die ersten Menschen kennen, mit ihnen verbrachte ich dann einen Abend und eigentlich sogar noch einen ganzen Tag in Wien, an dieser Stelle sei nochmal Danke gesagt.

Die Reise nach Auschwitz ging somit erst am 21.7.2010 in Wien los. Ankunft in Oswiecim 22.7.2010 ca. 06:00, am Bahnhof lernte ich dann 3 Finnen kennen mit denen ich ein Bündnis einging um das Konzentrationslager zu finden. Beim Lager angekommen war ich dann froh relativ bald wieder alleine Zu sein, denn die Eindrücke die einem ein KZ vermitteln kann sind wohl wenn man sie in Ruhe und alleine aufnimmt am intensivsten. Ich hatte beschlossen Barfuß zu gehen, ich wollte die Steine in meiner Fußsohle spüren, mir war klar, dass ich keine Möglichkeit haben würde die Schmerzen der KZ-Häftlinge nach zu empfinden, trotzdem wollte ich mich mit ihnen solidarisch zeigen und Schmerzen zulassen.

Auschwitz-Birkenau

Das riesige Areal von Auschwitz-Birkenau

Kurz die Fakten zu Auschwitz.1940 wurde das Lager gegründet, die ersten Häftlinge waren 728 Polen. Der Höchststand an Häftlingen war 1942 mit 20.000 erreicht. Um Auschwitz gab es 40 “Nebenlager”. Menschen wurden bis zu 2.400 km verschleppt um anschließend in Auschwitz zu sterben. Die Transporte nach Auschwitz dauerten bis zu 10 Tage. Zwischen 1942 und 1943 wurden in Auschwitz 20.000kg Zyklon B verbraucht, für 1500 Menschen braucht man laut Höss(ehem. Kommandant) 5-7kg des Gases. Den Inhaftierten wurden die Haare geschoren und ihre Wertsachen abgenommen. So sammelten die SSler 7 Tonnen(!!!) Menschenhaar, tausende Schuhe, Brillen, Kämme… selbst die Goldzähne wurden den Häftlingen gezogen. Die Krematorien, die Schlafplätze(so man selbige als solche bezeichnen kann), die “Kerker” der Stacheldraht, die Zäune, und die Schienen in obigem Bild, für mich ist das alles trotz der Reise an diesen Ort noch immer nicht nachvollziehbar.

Und dann noch kurz einige Worte zu Polen, oder der Reise an sich. Es war äußerst schwierig sich mit Englisch oder Deutsch in Polen durch zu schlagen, kaum jemand spricht eine der beiden Sprachen, funktioniert hat es aber doch irgendwie. Die Nachtzüge mit denen ich verkehrte waren von mittlerem Komfort, die Mitreisenden dafür von umso interessanter.

Posted on 4 August '10 by , under Reisen. 2 Comments.

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