Part I … Seine Augen schweiften langsam von dem kleinen Cafe mit den Stehtischen die als Gastgarten fungierten, von seiner Linken über die Auslagen eines kleinen mit Modekleidern gefüllten Ladens über die Frauen und Männer die sich über die gesamte Breite der Straße von ihm weg und ihm entgegen bewegten bis zum Friseurladen und der imbissbude rechts von ihm. Ein frisch frisierter junger Mann im Anzug verlies den Friseur in eben diesem Moment. Seine Haare waren dunkel, mittel lang, also nicht Schulterlang aber auch nicht kurz geschnitten. Er hatt einen dieser typischen Schönlings Haarschnitte, die immer fettig und ungewaschen wirken durch das Gel, das den Stirnhaaren die rundliche Form gibt. Ein wenig Angewiedert vom schlechten Geschmack der Welt setzte er sich wieder in Bewegung.
Wie so oft waren seine Gedanken ihm schon vorausgeeilt, trafen sich bereits mit der ominösen Person aus dem Internet, die ihn unbedingt treffen musste ohne genauere Gründe angeben zu können. Was hatte sie, oder er ihm wohl wichtiges mit zu teilen oder zu zeigen warum hatte er sich eigentlich auf dieses Treffen eingelassen? Wieso sollte es ausgerechnet an der Dominikusbrücke sein und wieso musste er als Kennzeichen eine schwarze Krawatte, ein Zeichen der Trauer, tragen?
Er näherte sich der Brücke und hielt ausschau nach der Person mit dem schwarz weiß gestreiften Armband, was trägt man zu einem schwarz-weißen Armband und wieso wusste er nicht einmal das Geschlecht seines Gegenübers? Es würde die Suche doch um 50% erleichtern. All diese Gedanken plagten ihn, als er, mittlerweile auf der Brücke angekommen, von einem älteren Herrn gerempelt wurde. Der Mann hatte graue Haare, der Haaransatz war bereits nach hinten versetzt, was ihn jedoch ncith daran hinderte die Haare, welche noch auf seinem Kopf sprießten wuchern zu lassen, ungekämmt. Eine markante, hohe Stirn setzte über seinen klaren blauen Augen an, dazwischen graue, kräftige Augenbrauen. Es waren große Augen, die den Eindruck erweckten als könnten sie alles sehen, alles wahr nehmen, selbst Gedanken. Die Lippen zu beschreiben wäre Sinnfrei, sie Waren unter dem Bart nicht erkennbar. Auch dieser dürfte vor langer Zeit, so wie die Haare, eine kräftige Farbe gehabt haben, bbei diesem Treffen war nicht mehr viel davon übrig gebliben. Sein Blick huschte auf das Armgelenk des unbekannten Anpöblers. Da war es, das schwarz-weiß-gestreifte Armband, wobei es durch die große Anzahl an Reinigungen die es offensichtlich im Laufe seiner Existenz schon hinter sich gebracht hatte wohl korrekter als hell-dunkel-grau-gestreift bezeichnet hätte werden müssen.
Ohne ein Wort zu verlieren signalisierte ihm der Mann, nachdem er bemerkt hatte, dass er erkannt war, ihm zu folgen. Sie wechselten auf die andere Seite des Ufers…
Langsam glitt sein Körper durch die verschnörkelten Gassen der Stadt. Sein Blick schweifte die Häuserfronten empor, sie verdunkelten die Gassen, selbst zur Mittagszeit. Eine dämmrige Stimmung, Mordgens bis Abends, als würde die Zeit still stehen, als wäre immer später Nachmittag oder früher Abend. Fürs Morgengrauen war es zu düster, zu träge und traurig. Der Morgen hat selbst bei widrigsten Bedingungen etwas positives in sich, das dürfte den Menschen hier zur Gänze unbekannt sein.
Normalerweise mochte er den Klang seiner Schuhe, seiner Absätze, doch jetzt war es ihm unangenehm. Der Klang prallte von den kalten Mauern ab, kam zu ihm zurück. Echo verfolgte ihn, war ihm voraus, jagte und begleitete ihn durch die Gassen. Er variierte seine Geschwindigkeit versuchte das unangenehme am Klang seiner Schritte zu entfernen, verlegte sein Gewicht zu den Zehen. Doch das trippeln seiner Absätze blieb bestehen, wollte nicht aufhören. Vermutlich machte die Leere der Gassen es erst richtig unangenehm, höchst wahrscheinlich sogar. Er fragte sich, ob er einfach nicht mit sich selbst alleine sein konnte, ob es daran liegen mochte und ob das wohl mal anders war. Seine Füße bewegten sich weiter, bald ging er um eine Ecke, bald in eine andere Gasse. in Gedanken noch immer bei dem Klang seiner Schritte, manchmal, da konnte er es genießen einen Fuß vor den anderen zu setzen und dabei den Klang seiner Fortbewegung zu lausen, was es jetzt so unerträglich für ihn machte war ihm noch immer nicht ganz klar als er in eine der belebteren Straßen einbog. Seine Schritte, der Klang seiner Absätze war verschwunden, ersetzt durch das fremdartige geplauder der Menschen in der Straße. Er hielt einen Moment inne, beinahe hätte ihn sein Hintermann nieder gerannt, konnte aber noch rechtzeitig einen Satz zur Seite machen, dass es unserem Protagonisten nichtmal auffiel… Part II
wir laufen aneinander vorbei
und geben nen scheiß auf den andren dabei
Keiner schaut dir mehr in die Augen
weil sich die meisten nicht trauen!
Jeder ist dem andren fremd und
deshalb sind wir so gehemmt
Geh mal offen auf Fremde zu
und du wirst merken die sind so wie du!
Jeder hat was durchgemacht,
Sachen erlebt denen man gerne aus dem Wege geht
doch für diese Leute ist´s zu spät!
Sie bringen es mit wohin sie auch gehen
Gedanken, Einstellung …. du kannst sie nicht sehen!
Doch wir führen es mit uns
ja wir haben es in uns!
Wir sind besinnungslos
alles ist trostlos
so hoffnungslos
doch wartet mal was ist hier den los?
WIR KÖNNEN was ändern
WIR KÖNNEN was tun
solang wir uns nicht nur Beschwerden
sondern auch was tun
und uns nicht nur ausruhen!
Mancher Menschen Absichten sind boshaft,
und das ist auch etwas was ich nicht verkraft!
was bringt es Euch sich auf andere zu stürzen?
Bedeutet das für euch deren Ego zu kürzen?
Bringt es Erfolg und tut´s Euch nicht leid?
Lauter fragen, fragen geweckt durch Neugierigkeit,
aber sorry ich will´s gar nicht wissen, um Euch tut´s mir LEID!!!
die Menschheit steht am Rand
und ich reich Euch die Hand
habt ihr es erkannt
dann sind wir verwandt
den uns verband ein schwur,
denn ich helf dir nur,
hälst du dich daran
und bist ab nun jemand zu dem
man aufschauen kann!!!
Wir haben uns nicht ausgesucht in dieser Zeit zu leben
jedoch sollten wir etwas bewegen damit die weiteren Generationen weiter gehen, und gehen und gehen
Sie sollen doch mal auf unsere Zeit zurücksehen und verstehen – wir wollten die Welt in ein besseres Licht drehen!
So sollte man die Welt übergeben, da wir machtbesessenen Arschgeigen vergehen
und hoffentlich bleibt diese Welt mit allen GABEN bestehen!
Und bist du gegen diese Idee dann verhalte dich ruhig
weil ich sonst gegen dich geh im verbalen Tumult!
zieht euch zurück
versucht euer Glück
und kommt ihr nicht an
verflüchtigt sich der Plan
ein andrer zu sein
ein sogenanntes menschliches Schwein
doch wir lassen dich rein
wäscht du dich rein
von Vorurteilen
und lässt uns in dich rein
ein Teil vom Ganzen zu sein
bist Du kein Arsch den man nicht mag
sondern für Dich ist morgen ein neuer Tag!
Du erwachst als Mensch den man gern getroffen hat
Du merkst wenn man dich mag
Dann wirst du es sehen
wie schnell deine Schmerzen vergehen
wenn alle hinter dir stehen
und dich nicht nur verachtend ansehen
Diese Gleichgültigkeit
sie tut mir so leid
doch ich kann dazu stehen
will diesen Weg gehen
bis alle verstehen
allein zu gehen bringt
gleichviel wie stehen
man muss sich bewegen
um mehr zu erleben
eine andere Welt
aus Sonnenlicht erheben
Ich stell mir eine Welt vor
nein ich kann sie schon sehen
in der Menschen sich vereinen
sich gegen das schlechte erheben
im Menschen verankert
da steckt deine Schuld
und willst du nicht leiden
hab einfach Geduld
Du musst es durchstehen
jedoch solltest es nicht alleine erleben
denn man kann an der Suche vergehen
wo schon viele Menschen abheben
Mach dich an einen Freund ran
sucht euch einen der euch versteh kann
damit man es übersteht und
weiter ein besseres Leben lebt
Dieser Eintrag ist als Fortsetzung von Mal eben Danke sagen zu sehen…
Und heute möcht ich allen DienstleisterInnen Danke sagen,
Für die Dienstleistungen die sie das Ganze Jahr vollbringen,
Die wir als Selbstverständlich ansehen,
Die wir erst vermissen wenn sie nicht mehr geleistet werden.
Dafür dass Sie uns auch Sonntags mit Strom, Internet und Kaffee versorgen,
Dafür dass Sie Montag bis Sonntag bis spät in die nacht einfach nur da sind,
Dafür dass ich sie oft gar nicht bemerke.
Ich möchte Danke sagen, der Reinigungskraft, die mir im Büro den Tisch putzt und dabei lächelt,
Ich möchte Danke sagen, der Bardame, die mir auch wenn sie mal schlechte Laune hat mit freude ein Bier serviert,
Ich möchte Danke sagen, dem Pizzaservice, der mich auch am 1.1. mit Nahrung versorgt,
Ich möchte Danke sagen, dem Postboten, der ohne Kommentar den Brief zustellt.
Posted on 29 Dezember '10 by leningratt, under Kunst, Nachgedacht, Sprache. No Comments.
Ich vertrag es nicht dass DU mich kritisierst!
DU hast kein Recht MICH zu kritisieren!
Ich kritisiere das System und die SystemträgerInnen.
Du bekrittelst meine Kritik, da dein Leben schön ist.
–
Nur weils im Regen trockener ist als unter der Traufe
heißt das noch lange nicht dass im Regen nicht nass ist.
Nur weil grün heller als schwarz ist,
heißt das noch lange nicht dass grün weiß ist!
–
Du mahnst mich die Missstände woanders zu sehen,
und mich der Ohnmacht hinzugeben.
Du erinnerst mich, den ganzen Negerlein gehts richtig beschissen,
ich soll mich doch am kaputt gehenden hier erfreuen.
–
Ich weiß dass alle 5 Sekunden ein Kind krepiert,
weils nichts zu fressen hat.
Und wenn ich dir das sag, dann sagst mir,
was willst denn dagegen tun, kümmer dich um deinen kram.
–
Wenn ich nur weg seh und alles akzeptier,
dann schau ich auch zu wie dich der typ vergewaltigt.
Wenn ich nur weg seh und wart,
dann sind wir in ein paar jahren alle krepiert.
–
Und wenn immer alle so faul gewesen wärn wie du,
dann wärn wir wohl noch immer unter einem König.
Vielleicht würdn wir immer noch auf Bäumen rum klettern,
vielleicht würd ich mich dir mit Grunzlauten verständlich machen.
–
Also sag ich, sei froh dass es mich gibt!
Sei froh dass ich bereit bin für dich den Protest mit zu tragen,
den deine verwöhnten Hände nicht fassen können,
den deine verwöhnten Gedanken nicht begreifen.
–
Zum Abschluss möcht ich dir danken,
dafür dass du den Zorn, die Wut und den Hass in mir weckst,
deren zusätzliche Kräfte ich gebrauchen kann,
im Kampf für dich.
Posted on 13 Dezember '10 by leningratt, under Gedichten, Kunst, Sprache. No Comments.
Verträumt, sich seines Ziels alles andere als bewusst schlenderte er durch die Straßen und Gassen der Fußgängerzone im Grazer Zentrum. Wie oft hat man schon die Gelegenheit, im Frühjahr, bei leicht sommerlichen Temperaturen durch die Innenstadt zu spazieren. Erledigungen hatte er bereits alle hinter sich gebracht, eigentlich hätte es ja nur ein Buch werden sollen, aber woher hätte er wissen sollen, dass die Auswahl so groß und ansprechend sein würde. Und so schoss er über das Ziel hinaus, wie so oft und verdreifachte sowohl Summe als auch Anzahl der erworbenen Güter. Der Parkschein war ja bereits bezahlt, dachte er und spazierte zum Haus in dem ein für ihn zu diesem Zeitpunkt interessant wirkendes Mädchen lebte. Er kannte Sie kaum, sie war eine Freundin einer Freundin, besser eine Schulkollegin einer Freundin und er hatte sie bisher nur zweimal getroffen. Nichts desto trotz empfand er sowohl Sympathie als auch Interesse an besagtem Mädchen. Die Ursache, den Grund hierfür kannte er nicht. Nun denn stand er vor dem Haus, stand vor der Tür, doch welcher Name, welches Türschild war Sie? Mehr als eine Eingangstür und einen Vornamen wusste er nicht. Ungewiss wo er drücken sollte, wurde ihm ein wenig mulmig, selbst wenn er den richtigen Knopf drückte könnte sich jemand anders melden. Was sollte er von sich geben, wenn eine WG Kollegin, eine Mitbewohnerin antwortete, wusste er doch so gut wie nichts über das junge Fräulein. Also entschloss er sich kurzerhand seiner Spontanität abzusagen und zu seinem Auto zurück zu kehren. Langsam drehte er sich um, blickte noch einmal hoch zu dem Fenster in dem Sie seiner Vermutung zufolge versteckt war. Aber entgegen seiner Hoffnung, die zugleich auch eine Angst war, stand Sie nicht dort und winkte. Ein wenig Orientierungslos drehte er sich, entschied sich dann links zu gehen und marschierte los. Sobald er die Erste Ecke hinter sich hatte, atmete er tief durch, bleib stehen und dachte darüber nach was er gerade gemacht hatte, oder auch nicht gemacht hatte und vor allem was er eigentlich wollte.Sowohl das eine, wie auch das andere kamen ihm zutiefst absurd vor. Ein beißender Geruch stieg ihm in die Nase, als er sich dann weiter entfernte. Wenn man seine Gedanken visualisiert hätte, wäre wohl ein amüsantes, verschwommenes Bild entstanden. Gezogen über die gesamte Gasse. Männer, die vor Trunkenheit kaum noch stehen konnten, an den Wänden lehnend ihre Notdurft verrichteten, andere welche türkisches Essen speißten und zur gleichen Zeit über Ausländer schimpften. Wieder andere, die das Gleichgewicht wohl irgendwann mal verloren hatten und sich am Boden wälzten, erbrachen und in Ihrem erbrochenen, wie Kleinkinder krabbelten. Und mitten in diesem Szenario tauchte immer wieder das Mädchen auf wie eine Engelserscheinung in der Hölle. Weiß gekleidet, blond und die Gasse erhellend, die kaputten Menschen befreiend. Ein paar Straßen weiter, ganz gesammelt hatte er seine Gedanken noch nicht, sie geisterte noch immer in seiner Gedankenwelt herum. Noch immer fragte er sich ob er wohl das richtige gemacht hatte. Antwort war ihm keine vergönnt, außer der sich in seinem Leben wiederholenden Antwort, dass er das gemacht hatte was ihn repräsentierte. Er hatte das gemacht was seinem sein und seinem Leben entsprach, er hatte kurz vor dem Ziel zurück gesteckt, war vor der Gefahr der Enttäuschung zurück gewichen. Er hatte wieder mal bis kurz vor das Ende gekämpft mit sich, nur um dann auf zugeben. Und als er das so vor sich hin dachte bemerkte er an einer Hausecke einen Schreibwarenladen wie es ihn in seinem Heimatdorf auch mal gegeben hatte. Die Fassade war nicht direkt heruntergekommen, aber man konnte klar erkennen, dass sie bereits länger Wind und Wetter getrotzt hatte, als so manch andere Fassade der Altstadt. Und exakt bei diesem Gedankengang fiel ihm ein, dass er diverse Stifte benötigte, seit längerem. Warum nicht hier kaufen, dachte er als er den Laden betrat. Eine Dame mit grauen Haaren, sicher über fünfzig, aber gut erhalten begrüßte ihn freundlich. Sie hatte eine angenehme ruhige Stimme und eine noch angenehmere beruhigende Ausstrahlung, eine Aura der Ruhe und Intelligenz umgab sie. Was sie für Ihn tun könne, fragte Sie überaus höflich und zuvorkommend. Erschlagen von dem umfassenden Angebot dass ihm von vielen kleinen Regalen entgegen sprang wusste er beinahe nicht mehr was der Grund für seinen Besuch in diesem Laden war. Schließlich fiel es ihm wieder ein und er fragte nach CD-Marken, dabei wurde ihm klar, dass es nicht das einzige bleiben sollte, denn wie oft kommt man schon zu dem Vergnügen ein derartiges Geschäft zu besuchen. Während die Dame um ein Regal spazierte überflog er den Laden mit seinen Augen. Zu seiner linken sah er Tinte wie Sie von Malern verwendet wird, rechts waren Lineale, Geo-Dreiecke, Kurvenlineale. Die Vielfalt des Angebots, überschritt trotz des kleinen Platzes bei weitem das der großen Bürobedarfsketten. Allerlei Accessoires für den Künstlerbedarf erspähten seine Augen. Plötzlich war es ihm egal welche Stifte er bekommen würde und wie viel sie kosten mochten. Noch während er zu den angebotenen Stiften griff fragte er nach Kollege-Blöcken und einem Buch, diesem Buch, aus dem Ihr nun lest. Auch hier war die Auswahl überwältigend. Er entschied sich für das Buch mittlerer Stärke, kariert. Es dürfte um die 300 Seiten haben. So etwas hat man länger, meinte die Verkäuferin, woraus eine recht angeregte Unterhaltung entstand, dass der Preis nicht so wichtig sei und selbst aus Wien Kunden kämen, weil es so ein Geschäft in Wien nicht gäbe. Bedauernd fiel ihm ein, dass auch das Geschäft in dem er früher mal einkaufte, seine Pforten geschlossen hatte. Er erinnerte sich zurück, an seine Füllfeder, die ihm vor Jahren seine mittlerweile verstorbene Großmutter geschenkt hatte. Fünfhundert Schilling hat sie gekostet, dachte er, als er fragte ob sie denn auch Füller in Ihrem Sortiment führe. Wie zu erwarten tippele die Dame entlang des Tresen um die Ecke, er drehte sich mit ihr und folgte dann, zwei Schritte nach rechts und er stand vor einem Kasten, der wie ein zweiter Verkaufstresen wirkte. Links und Rechts waren scherst befüllte Regale, in der Mitte war frei, so dass er zu ihr durchgreifen hätte können und mit Ihr sprechen konnte. Es lag bereits ein Block dort,auf dem verschiedene Schriftbilder waren. Sie öffnete die erste Lade und brachte wunderschöne Füllfedern zum Vorschein. Auch normale Füller, wie sie von Schülern verwendet wurden bot sie ihm an, davon distanzierte er sich sofort und deutlich, er wollte einen Füller der Ihn repräsentierte. Er teilte Ihr seine Wünsche mit, sie dürfe nicht zu leicht sein und müsse einen dünnen Strich haben. Sie kramte etliche Füller hervor, er probierte damit zu schreiben, aber es wollte ihm keiner so recht zusagen, bis sein Blick auf einen aus hellem Holz mit vergoldeter Feder fiel. Und als er selbigen berührte wusste er bereits, dass dies die erste Geschichte mit diesem Füller in diesem Buch sein sollte.
Posted on 15 November '10 by leningratt, under Geschichten, Sprache. No Comments.
Ich studiere zwar seit kürzerem Geschichte, muss aber gestehen ich bin noch nicht sehr bewandert geschweige denn könnte ich behaupten eine Überblick über die Geschichte unserer Welt zu haben. Trotzdem ist mir, damals in der AHS schon etwas auf gefallen. Es gab und gibt immer schon Populistische Lösungen und Probleme.
Irgendwann gab es Hexen die Schuld waren wenn etwas nicht so kam wie man das wollte und die wurden dann natürlich dafür bestraft. Die Geschichte der Menschen entwickelte sich weiter, Nationalstaaten entstanden und der Jude hatte lange Zeit keinen eigenen Nationalstaat, wurde aber trotzdem toleriert, weil er für die Gesellschaft benötigt wurde. Erst unter Hitler wurde der Jude Sündenbock für alles.
Irgendwann nach Hitler und vor Strache war es dann der Ausländer. Sei es jetzt der Ungar, der Tscheche, der Slowake oder der Kroate, der Ausländer war es, er hat dich bestohlen, er hat dir deinen Job gestohlen und er ist Schuld dass der Schilling so wenig wert ist.
Irgendwo ist es der Ausländer geblieben, bis heute, aber wir haben uns spezialisiert! Nicht mehr jeder Ausländer ist böse, nur die die sich nicht integrieren wollen. Hier sei mir eine kurze Begriffserklärung erlaubt.
Integration: Unter Integration versteht man allgemein das restlose Anpassen an eine vorhandene Kultur ohne Rücksicht auf eigene Werte. Die Kulturherren haben auch von der integrierten Person nach erfolgter Integration als Herrenmenschen angesehen zu werden.
Und damit wir das nicht bei jedem Ausländer überprüfen müssen machen wir uns das ganze noch eine Spur leichter. Die Moslems, also Islamisten, die meist aus der Türkei stammen verweigern einfach die Integration. Welche nach obiger Definition auch das Ändern der Glaubensbekenntnis erfordert. Immerhin haben wir Angst vor dem Fremden!
Also Heute ist der Islamist der Bösewicht, der Islamist, der euch wenn ihr zum Bauernmarkt geht mit dem Bombengürtel um die Hüften, seiner unterdrückten verschleierten Frau an seiner Seite, auf dem Weg zum Moscheenbau begegnet.
Nachdem die Feindbilder immer konkreter werden Frage ich mich wer in 10 oder 20 Jahren das Feindbild sein wird. Der Islamist französischer Abstammung mit Wurzeln in Kanada? Oder doch der ex-Al-Quaida Schläfer, den man an seinem zuckenden rechten Auge erkennt?
Interessant ist ja, dass es auch noch ein zweites Lager gibt, das Lager der Anti-Amerikanisten, aber ich denke das gibt es auch schon seit dem 2. Weltkrieg, immerhin wurden wir damals von den USA unterworfen.
Achja und die Lösungen waren bisher noch immer und werden wohl auch immer bleiben dass man auf die entsprechende Minderheit hinhackt bis sie unterliegt und man eine neue findet. Oder man von anderen Seiten in die Schranken gewiesen wird.
Zeigt doch bitte alle mal ein Quäntchen Vernunft!
Danke.
Irgendwo hat doch jeder das Bedürfnis jemand anderer zu sein, oder sieht zumindest bei anderen etwas das sie besser machen als man es selbst macht. Und weil das so ist und ich es zugebe habe ich mich zu Tag 27 so hingezogen gefühlt.
V wie Vendetta, ein Comic dessen Verfilmung wohl bekannter ist. Trotzdem möchte ich auf die Geschichte und vor allem den Helden kurz eingehen. London, wird Beherrscht von einem Totalitären Staat. Das System überwacht jeden Menschen, manipuliert jeden Menschen, Medienfreiheit wurde abgeschafft. Die Mendienlandschaft wird von stumpfsinnigen Sendungen beherrscht. Jeder Fernseher kann Zentral gesteuert werden. Bücher sind größten Teils verboten, Musik ist teilweise Verboten. Also die Situation gleicht einer Mischung aus 1984 und brave new world mit einer kleinen Brise NS-Regime. Eine für mich faszinierend Düstere Welt, eine Welt die alle Errungenschaften der Menschheit Opfert der Macht und Kontrolle. Der Zeichen Stil des Comics steigert die Düstere Stimmung der Welt.

Wie oben unschwer zu erkennen ist wird auf große Farben oder auf große Farben-Vielfalt verzichtet. Das Bild der Welt wird besser als im Film hergestellt. Aber was macht den Helden diese Erzählung so besonders? Was gibt ihm das Recht mein “Ideal” zu sein? Der Held dieses Alan Moore und David Lloyd Comics macht sich so besonders in dem er diesem System, dieser Herrschaft den Kampf ansagt. Selbst schwer vom System gequält, als Versuchsperson musste er verschiedenste Substanzen am eigenen Körper austesten. Politische Gegner, Schwule und andere Minderheiten wurden als niederwertig angesehen und zu Versuchszwecken verwendet. Hier schafft er es das erste mal die zuständigen Vertreter des Systems zu täuschen, das “Irrenhaus” zu zerstören und es gleichzeitig wie einen Unfall aussehen zu lassen. Er Zieht sich bei diesem Ausbruch schwere Verletzungen zu, wodurch er von nun an versteckt und verkleidet lebt.
Versteckt lebt er in einem Kellergewölbe sammelt er verbotene Kunst, Filme, Bücher, Musik, Bilder und Skulpturen. Wenn er später auf Menschen trifft zitiert er häufig Literatur. Er scheint höchst intelligent, hoch gebildet und außerdem auch noch Kreativ zu sein. Seine Intelligenz drückt sich dadurch aus, dass er das System besser durchschaut als seine Macher oder Herrscher. Seine Bildung an den Zitaten und seine Kreativität darin dass er Wege findet wo andere keine Wege mehr finden. Ganz London hat sich mit der Herrschaft nicht abgefunden, außer diesem Mann. Er trägt die Erinnerung an Guy Fawkes in sich und versucht ihm nach zu eifern oder ihn sogar zu übertreffen.
Er trägt eine Guy Fawkes Maske, einen Hut, eine Perücke und einen schwarzen Umhang. Alan Moore und David Lloyd haben auch eine positive Konstante in den Comic eingebaut. Die Maske lächelt immer, da mag die Situation noch so triste sein wird Guy Fawkes weiter lächeln. Die gesamte Geschichte über Kämpft eine lächelnde Maske gegen das System, die Rundfunkstation wird verwendet für eigene Nachrichten und der Justizpalast Gesprengt. Er ermordet mehrere hohe Mitglieder der Partei, immer lässt er eine Rote Rose am Todesort zurück. Wie sich im laufe des Comics herausstellt handelt es sich bei seinen angriffen auf das System aber nicht nur um reine politische Motivation, ein weiterer Träger seiner Kraft oder Motivation ist die Vendetta, die Rache an denen die Ihn so behandelt haben, die ihn als Versuchsperson verwendeten und ihn aller Rechte beraubten. Nicht der Rachefeldzug von V, der übrigens im fünften(V.) Zimmer in der Versuchsanstalt beheimatet war, sondern der Kampf gegen eine Übermacht fasziniert mich und die Kraft für diesen Kampf hätte ich auch gerne.
Aljoscha Gratt(@LeninGratt) 24 Jahre, lebt am Land, studiert und arbeitet in Graz und verbessert die Welt (nur) virtuell.
Auch gesehen auf ivy machts net, wer jetzt Lust auf mehr Bücher hat der liest am besten mal hier durch. Und wer die Zeit hat kann ja kurz mal schnell für mich Voten, geht um nen 15€ Amazon Gutschein, danke.
wer suchet der findet,
wer gefunden, der hat,
wer nicht suchet findet nicht.
doch das stimmt wohl nicht,
nur wer loslässt findet was er nicht sucht
wer sucht der verkrampft
wer verkrampft kann nicht finden
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immer wieder lass ich los und finde,
immer wieder verkrampfe ich wenn ich fand,
immer wieder fang ich zu suchen an,
an den verrücktesten orten,
in den banalsten lokalitäten
doch mein findertum beschränkt sich auf raritäten,
klassische, restaurationsbedürftige, antiquitäten.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
die menschenwelt,
die welt der fortpflanzung im speziellen scheint uninteressant,
der rückzug in die psychopathie, musik, kunst und poesie,
erscheint als einzige logische, adequarte konsequenz.
sich selbst in eine kleine blase sperren,
die äußerungen und handlungen wertungsfrei beobachten.
zusehen, zuhören, wegsehen, weghören, auffallen, beobachten, verunsichern,
mit dem zeigefinger mahnen,
mit der hand tätscheln.
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fehler aufzeigen, die eigenen eingestehen.
die kleinen zeichen aufsaugen,
die kleinen inhalte verstehen,
veränderung erkennen,
bekämpfen und verstärken.
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am ende da zu stehen,
aus vollem halse schreien,
gehört werden und wissen,
erfolgreich gegen windmühlen gekämpft zu haben.
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den frieden fühlen
jenen das handwerk legen,
welche den hass schüren,
die liebe leben,
ohne sie zu versprechen.
jeden lieben.
zum kotzen alternatives einheitsgebrabbel,
moderne kapitalsverstärkung
ich weiß, es gab mal ein original von dir,
dann wurde es kopiert kopiert kopiert kopiert.
das original verfälscht die kopie kopiertund wieder verfälscht.
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deine klamotten hast du dort gekauft wo dein freund sie kauft,
dein gewissen am eingang zum leben abgegeben.
deine individualität kennst du selbst nur flüchtig.
die uniform bevorzugst du dem sein,
die uniform ist schön bequem,
keiner schaut dich schief an,
alle sehen in dir was du glaubst zu sein.
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raff dich auf sieh dich um dort läuft ein double von dir!
zerbrich den käfig aus gold den du dir selbst geschmiedet.
zerschlag die spiegelbilder die dich umgeben,
brich aus aus deinem gestellten sein,
fang an zu sein was du bist,
sei mensch sei fehlbar.
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mach dir die hände dreckick wenn dir danach ist,
denk nach über sachen die dich schon immer reizten.
fang an zu produzieren,
geistige errungenschaften, gemüse, häuser und was es noch so gibt.
hör auf zu konsumieren, konsum macht dumm,
fernsehen, serien, internet, reisen und kaufen kaufen kaufen.
nimm dein leben in die hand mach dein leben draus,
beende die vegetation, apartheit und völlerei
fang dein leben an!