Archiv der Kategorie: Musik

Musikalisches

Leonard Cohen – Live Graz – 2010-07-28

Endlich war es soweit, das Konzert des Sommers für mich, Leonard Cohen live in Graz. Nachdem ich ihn letztes Jahr in Budapest sehen durfte und sich dieses Jahr die Möglichkeit in Graz anbat, konnte ich nicht wiederstehen, die 87€ war er mir allemal wert und wird er mir auch in Zukunft wert sein. Vielleicht nicht dieses Jahr, aber mit etwas Glück gibts eine Leonard Cohen Tour 2011, da werde ich mich dann aber wohl wieder ins Ausland bewegen um ihn zu sehen, Zagreb kosteten die Karten nur 47€ Budapest letztes Jahr 44€ und warum nicht ein tolles Konzert mit einer Städtereise verbinden?

Vorweg sei noch gesagt es war ein Sitzkonzert, es gab keine(!) Stehplätze und es war auch nicht wirklich vorgesehen, dass das Publikum irgendwo stehen, tanzen, singen konnte. Die erste Konzerthälfte hielten sich alle an die Vorgabe des nicht Bewegens. Die zweite Konzerthälfte war das jedoch nicht mehr haltbar. Ich sehe mich als Mitbegründer der Steh- und Tanzbewegung auf diesem Konzert. Hinter dem ersten Abschnitt von Sitzplätzen sondierte sich mit mir eine Gruppe die es vorzog zu stehen oder zu tanzen.

Als Kritiker könnte ich kurz sagen das Konzert war nicht weiter aufregend, die Setlist ähnelt jener von Budapest 2009 sehr und somit dem Konzert von 2008 in London, das es ja als CD und DVD gibt. Das darf man aber, so finde ich, sehr positiv sehen, er brachte alle seine großen Hits und spielte über 2(!) Stunden, man darf nicht vergessen Cohen ist bereits 75! Die Bühnenshow, so man von einer solchen sprechen kann bestand wenn man so will aus einem Rad das die Webb-Sisters schlugen. Deren Stimmen übrigens beeindruckend sind. Vielleicht werden Sie nach Leonard Cohen in seine Fußstapfen treten, mit einem Background-Chor von tiefen Männerstimmen.

Das Publikum war von allen Nummern hingerissen, wirkte aber auf mich trotzdem, vor allem aufgrund der „Sitzerei“ etwas gelangweilt bzw. unbegeistert. Gegen Ende hin, als alle Erkannten es ist bald vorbei und er anfing Zugaben zu spielen, tauten wir Österreicher aber doch noch auf und wagten es aufzustehen, mit zu tanzen und bei „So Long Marianne“ gingen wir sogar soweit dass wir mit sangen.

Was bleibt noch über das Konzert zu sagen? Es war berauschend, die Klangwolken die auf gebaut wurden, seine Stimme, die Stimmen der Webb Sisters und die Stimme von Sharon Robinson begeisterte mich dieses mal auch, selbst den Reiz der Nummer „Boogie Street“ konnte ich entdecken. Die Restliche Besetzung will ich jetzt namentlich nicht aufzählen, nicht dass Sie es nicht verdient hätte, aber man kann zu allen Informationen nachlesen auf leonardcohenfiles.com, sie hat sich seit 2008 nicht geändert.

Die Lichtshow ist wohl bei jedem Konzert von Leonard Cohen ein Highlight, es ist keine wilde, aufregende, Lichtshow wie man sie von „The Australian Pink Floyd Show“ kennt, es sind Stimmungsbilder. Orange, Rot, Blau, Violett sind die Farben die eingesetzt werden, ein Lob an den Lichttechniker der sich das einfallen lässt.

Ein Konzertgast meinte zu mir, dass Leonard Cohen einen klassischen Gentleman repräsentieren würde, dem kann ich mich nur anschließen, und möchte aber noch beifügen, dass sein Konzert, seine Musik, seine Stimme und alle Beteiligten die Welt für ein paar Stunden massiv verschönern wenn nicht sogar verbessern können.

Ich kann nur allen die sich das Konzert entgehen ließen nahe legen seine Tour Dates zu prüfen und zumindest den Besuch im Steinbruch in St. Margarethen zu überlegen. Es sind auch noch in den Umliegenden Ländern Konzerte auf dem Plan, diese dürften teilweise billiger sein.

Setlist Leonard Cohen Graz 2010-07-28
Setlist Leonard Cohen Graz 2010-07-28

UPDATE: Videoplaylist von Graz die auf Youtube zu finden waren.


Attwenger – Live – Graz – 2010/07/08

Am 8. Juli spielten nach Texta auch Attwenger am Hilmteich in Graz. Das Attwenger Konzert war für mich noch Reizvoller als das Texta Konzert. Die Mischung aus Volkstümlich und Pop, Rock, Experimental… und das ganze dann auch noch Live. Der Übergang von Texta zu Attwenger war mit dem gemeinsamen Titel „Schaun“. Bereits in der ersten Nummer die von Texta alleine war kam ein riesiges „Quetschn-Solo“ das das Publikum zum abgehen brachte.  Vor der nächsten Nummer „Bam“ wurde wieder aufgefordert den Abgrund zwischen Bühne und Publikum zu schließen und interessanter weise reagierten wir dieses mal und schlossen auf.

Die Gleichgültigkeit der Ansagen zwischen den Nummern war Faszinierend, als wären die Beiden komplett negativ angetan, dass Sie hier in Graz auftreten durften. „Eis kennts a so uma gehn wenns wuids..“ war eine der Aussagen vor dem Song „wama liaba weama sogn song“. Als Anspielung auf die Tanzeinlage der ortsansäßigen Tanzschule bei der Nummer „Kabinenparty“ von Texta.

Die Soli mit der Maultrommel waren für mich die Höhepunkte und wenn ich mich an die Stimmung zurück erinnere waren sie das auch für einen großteil des Restlichen Publikums.  Fortgesetzt wurde mit „Eam oba ned Mia“ leider weiß ich jetzt nicht mehr ob es „eam“ oder „mir“ war, die Nummer wurde dann zu einem Medley umgearbeitet mit „Drum Solo“ als Höhepunkt.

Sehr interessant war auch auf einmal „It ain’t no Sunshine“ und anderen NichtAttwenger Nummern als kurzer teil des Medleys. Auch die Nummer Dog animierte das Publikum zum mitschreien und mitspringen. Gesamt hielten Attwenger etwas über 60 Minuten durch. Danach mussten Sie das Konzert leider seitens des Veranstalters beenden.  Hans-Peter Falkner kam zwar noch einmal auf die Bühne und wollte unplugged spielen, Markus Binder stieg ihm da leider nicht mehr darauf ein.

Unterm Strich ist es ein Wunderbares Konzert gewesen. Im Video kann man nochmal sehen wie Attwenger sich live Gleichgültig zeigt. Die Nummer spielten sie übrigens in Graz nicht.

Texta – Live – Graz – 2010-07-08

Am Donnerstag dem 8. Juli 2010 spielten Texta und Attwenger live in Graz am Hilmteich. Eine traumhafte Location, oder wie man in deutsch wohl eher sagen würde, ein hervorragender Ort um ein Konzert auszutragen. Die Setlist des Konzerts war mäßig, bzw. die Jungs von Texta wiedersprachen sich einerseits in Ihrer Setlist selbst und andererseits ließen sie alte Nummern komplett außen vor, was bei einer Konzert länge von 45 Minuten vertretbar ist.

Aber mal Langsam. Eröffnet wurde Das Konzert mit „Paroli“, „So oder So“, „The greatest Story“ und „So könnt’s gehen“. Und da seh ich den Widerspruch zum vorletzten Lied des Konzerts, Kabinenparty. Mit So könnt’s gehen rufen die Texta Jungs doch Irgendwie dazu auf es nicht wie Fettes Brot, das Bo und andere deutsche HipHoper zu machen, und auf den Mainstream zu verzichten. Und trotzdem bringen Sie im gleichen Set noch Kabinenparty, sollte einer von euch das lesen würd mich interessieren wie ihr zu Kabinenparty steht, ist das euer ernst? Texta war doch immer eine HipHop Crew mit Message oder darf man weiterhin ist verwenden?

Egal, für So könnt’s gehen haben Sie sich auch ein kleines Special ausgedacht, die Zuhörer sollen sich alle auf den Boden legen, die ersten paar Reihen folgten dem Aufruf auch, sehr cool und Respekt ans Publikum!

Es folgten die Nummern „Nach Oben Bitte“,  von der nächsten Nummer weiß ich den Titel leider nicht dürfte aber in etwa lauten „leichter gsogt wie tau“. „Hedi Wari“, „Weltpolizist“, „Koida Kaffee“, „Schwindelfrei“, „Kabinenparty“, „So schnö kaust goa ned schaun“ komplettierten die Setlist dann noch.

Da Leider nur 45 Minuten Konzertlänge möglich waren muss ich sagen ist es okay auf ältere Nummern zu verzichten, ich fühlte mich trotzdem vor den Kopf gestoßen, da speziell die alten Texta sachen, „Walkmania“, „Sprachbarieren“, „Fragestunde“ … doch schwerst höhrenswert sind, das nächste mal vielleicht wieder 😉

Es sollten übrigens in den nächsten Tagen auch Videos auf YouTube auftauchen, zumindest hat der Kammeramann von der Tanzschule eine Andeutung in diese Richtung gemacht.

YouTube Empfehlung der Woche

Diese Woche empfehle ich allen sich diesen Clip anzusehen.

Ich hab mir das Video mittlerweile mit Sicherheit 10x angesehen und kann den beiden einfach nur zur gelungenen Arbeit gratulieren! Viel mehr gibt es da nicht zu sagen, der Text steht dabei. Vielleicht solltet ihr alle ein bisserl Marx lesen, oder zumindest verstehen. Und selbstverständlich gebe ich noch die Quelle an thebalancebeam auf Twitter.com.

Jethro Tull – Live – Vienna – 2010/07/02

Kurz gesagt? Ein Hammer Konzert! Okay das wär jetzt ein bisschen viel wenig für einen Blog Eintrag auf blog.leningratt.at. Die Bandgeschichte von Jethro Tull kann jeder Wikipedia entnehmen.

Nach dem etwas zerhackten Konzert von Colosseum kam nach einer Umbau Pause in der wir/ich Menschen vom Nachbarshügel kennen lernte Jethro Tull auf die Bühne.  Da ich vom letzten auftritt von Jethro Tull eher enttäuscht war(2007 oder 2008) erwartete ich mir so gut wie nichts.

Und Sie begeisterten, nicht nur den Typen links von mir, der offensichtlich an Trunkenheit litt und seine Überschwänglichkeit mit uns allen durch sein Gebrüll an den unpassendsten Stellen teilen musste, sondern auch mich und meine BegleiterInnen. Einerseits war es ein Konzert bei dem nicht nur ein „Best Of Album“ gespielt wurde sondern auch Nummern die wohl dem Großteil des Publikums(inklusive mir) unbekannt waren und andererseits verzichtete Ian Andreson nicht darauf größen wie Locomotive Breath, Aqualung, A new Day Yesterday… zu bringen um das Publikum bei Laune zu halten. Mich hatten Sie spätestens bei der 4. Nummer auf Ihrer Seite, „16. Jh – King Henry VII – Past Time in Good Company“, als Rock Nummer gebracht, wirklich hörenswert!

In Wien war die Nummer leider ohne special Guest.

Am Faszinierendsten war für mich der gewaltige Unterschied in der Performance verglichen mit Colosseum. Jethro Tull ist mehr als eine Rock Band, Jethro Tull hat eine Gesamtperformance. Jede Note, jede Bewegung, alles scheint bis auf die hundertstel Sekunde genau getimed zu sein und wirkt trotzdem spontan. Jeder Musiker, außer Martin Barre spielt mehr als ein Instrument.

Ich kann allen nur empfehlen diese Tour von Jethro Tull zu besuchen den Tourplan könnt ihr Hier entnehmen. Die Setlist wird auch für dieses Konzert noch nachgeliefert, leider hab ich Sie vom Setlistfänger noch nicht digital bekommen.

UPDATE:
Setlist JETHRO TULL:

Nothing Is Easy
Beggar’s Farm
A New Day Yesterday
Pastime With Good Company
Tick As A Brick
Songs From The Wood
Bouree
Hare In The Wine Cup
A Change Of Horses
The Whistler
Farm On The Freeway
My God
Aqualung
—-
Locomotive Breath
Teacher

Colosseum – Live – Vienna 2010/07/02

Am 2. Juli 2010 Spielten Colosseum Ihr erstes Konzert nach einer längeren Pause in der Arena in Wien, quasi als Vorband für Jethro Tull. Wir fuhren zu dritt nach Wien um uns an der Musikalität der Herren von Colosseum zu ergötzen oder wie wir später fest stellten, der wohl, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, letzten Tournee dieser Band bei zu wohnen. Immerhin wird Chrsi Falrowe dieses Jahr 70 Jahre alt und der Jüngst(Mark Clarke) wird dieses Jahr 60 Jahre alt.

Mich konnte Colosseum dieses mal nur kaum begeistern, es war zwar das erste Konzert nach einer längeren Pause und somit war irgendwo klar, dass das Zusammenspiel, die freien Improvisatinonen, das Spiel miteinander noch nicht so funktionierten wie beim letzen Auftritt den ich von Colosseum 2007(wenn ich nicht komplett falsch liege) gesehen habe, aber dass dieses Markenzeichen von Colosseum zur gänze verloren schien trübte die Konzertlaune schon ein wenig. Erschreckend war auch die Fitness von Barbara Thompson(geb. 1944), wirkte sie das letzte mal noch ganz frisch, sah man ihr dieses mal die 66 Jahre mehr als an. Sie wirkte Phasenweise zu schwach das Saxophon zu halten, ihre Koordination schien es ihr schwer zu machen das Mundstück mit ihren Lippen zu umfassen und irgendwie zitterte ich davor dass Sie jeden Moment zusammen brechen würde.

Aber irgendwann gegen Ende fand die Band dann zu ihrem Spiel und auch Clem Clempson entdeckte die Funktionalität seiner Lachmuskulatur wieder, wie man die Gitarre bedient wusste er übrigens das ganze Konzert, er war einer bei dem mir kaum Fehler auffielen, kann aber auch daran liegen, dass ich einfach ein schlechter Kritiker bin. Die letzten 3 Nummern (inklusive Lost Angeles) waren mehr als sehenswert und machen vielleicht die Reise am 13.8.2010, sofern da noch alle leben, nach Bildein(Burgenland) erforderlich. Und wer da schon etwas vor hat, Colosseum spielt auch im November noch einige male in österreichischen Breiten.

Eine Setlist des Konzerts wird noch nachgereicht, selbige muss erst abfotografiert werden.

UPDATE – Setlist

    1. Come right back
    2. Morning Story
    3. I Can’t Live Without You
    4. Theme for an Imaginary Western
    5. Walking in the Park
    6. Stormy Monday Blues
    7. Tomorrows Blues
    8. The Valentyne Suite: January’s Search
    9. The Valentyne Suite: February’s Valentine
    10. The Valentyne Suite: The Grass Is Always Greener
    11. Encore:
    12. Jon Hiseman Solo
    13. Lost Angeles

Suzanne Vega – Live Graz – 2010/06/30

Gestern war es soweit, die Konzertsaison hat für mich begonnen. Als Eröffnende Band wurde Suzanne Vega in Graz besucht.

Suzanne Vega Live (Foto by bird Ghost)
Suzanne Vega Live (Foto by bird Ghost)

Viele kennen Suzanne Vega nicht, wissen aber wer sie ist wenn man ihnen „Tom’s Dinner“ vorpsielt oder auch nur vorsummt. Immerhin ist es eine der markantesten Melodien der letzten 30-40 Jahre. Aber um jemanden zu überreden auf ein Konzert zu gehen ist die Nummer dann auch wieder ein bisschen wenig. Und so kam es, dass ich das Konzert alleine besuchte.

Bei der Vorband, deren Name leider nicht mehr einfällt, schien das ganze noch ein Flop zu werden. Vor der Bühne hatten sich 20 Leute eingefunden und der rest der Kasematten war mehr oder minder leer. Das Publikum war zwischen 14 und 60, die große Masse, der ZuseherInnen war zwischen 30 und 40, ich zählte mich ein weiteres mal zum jüngeren Teil des Publikums.

Aber zum Konzert an sich, es war ein solider Auftritt, für mich nicht das Konzert schlechthin, aber aus der ersten Reihe wirkte Suzanne Vega doch ganz natürlich, sie schien selbst Tom’s Dinner trotz all der Jahre und der hunderten Performances noch zu genießen, der Song kam übrigens als letzter vor der Zugabe und das Publikum ging ganz gut mit. Aber zum Mitsummen und gleichzeitigen Klatschen reichte es leider nicht.

Sie trat mit einem Gitarristen und einem Schlagzeuger auf, brachte aber manche Nummern auch alleine. Da ich auf der Seite des Bassisten stand und dessen Verstärker auch bei mir stand hatte ich den Eindruck als wäre die ganze Band sehr Basslastig, und immerhin war es auch der Bass der den Rhythmus vorgab, er macht das übrigens wunderbar!

Die krönende Nummer war für mich übrigens „The Queen and the Soldier“ wenngleich sie auf das hohe „uuuhuuuhuhuuhuhuhu“ verzichtete, diese Nummer ist ergreifend.

Der Abend wurde für mich durch das Treffen zweier „Niederbayern“ die Ihren Geburtstag in Graz feierten zu etwas besonderem. Ein Pärchen und Sie  wurde am Dienstag 50, alles Gute nochmal und nach dem Konzert zwei Kroatinnen, die für Suzanne Vega von Zagreb nach Graz gekommen waren, Respekt!

Schade bleibt, dass Suzanne Vega relativ wenig Aufmerksamkeeit in Graz bekam. Denn die Besetzung, zwei Gitarren ein Bass eine Stimme, allein das war schon Sehens-wert, ihre Stimme Hörens-wert und das Publikum Treffens-wert.

Unterm Strich gibt es 4 von 5 Sternen für den Artist und 4 von 5 Sternen fürs Publikum, weil wir Tom’s Dinner nicht ordentlich mit gesummt haben.

UPDATE: Aufzeichnungen gesichtet! Danke an Sara und Lucija!

Veranstalltungen April 2010

Meine Terminvorschläge für dieses Monat. Ist zwar vermutlich mehr als man Teilnehmen kann, aber gewusst haben sollte man es damit man sich im Nachhinein ärgern kann.

3. April – 12. Oster Blues Night @Volkshaus Weiz

6. April – Filmvorstellung – Modern Times von Charlie Chaplin @KPÖ Bildungszentrum Graz

8. April – Gunkl @Orpheum Graz

9. und 10. April – Jazzfestival Steyr

14. April – Workshop – Krieg für Demokratie und Menschenrechte @KPÖ Bildungszentrum Graz

17. April – The Staggers Release Show @PPC Graz

17. April – Demonstration – Soziale Gerechtigkeit statt Rassistische Hetze – @Braunau

19. April – John Lee Hooker Junior @Rockhaus Salzburg

20. April – John Lee Hooker Junior @Wörgl VZ Komma Wörgl

22. April – Die Sterne @PPC Graz

23. April – Sir Oliver Mally @Kulturkeller Gleisdorf

25. April – Gentleman @Gasometer Wien

26. April – Maschek @Orpheum Graz

29. April – Bauchklang @PPC Graz

29. April – Ripoff Raskolikov @Cup&Cino Graz

Manches ist sogar Kostenfrei 😉

Osterkonzert der Marktmusik Sinabelkirchen 2010

Diesjähriges Thema war: „Arabische Nächte“. Klingt soweit verlockend, in Anbetracht der Tatsache, dass das alte Europa und seine BürgerInnen wohl mittel oder langfristig wohl kaum um die Thematik des Orients herum kommen werden, da die Welt sich immer weiter internationalisiert und somit jeder mit jedem in Kontakt treten kann und wird.

Die Eröffnung dieser Thematik wirkte auf mich ein wenig rassistisch, ein „Rosenverkäufer“ störte die Zeremonie des Osterkonzerts und wollte mit schlechtem Deutsch Rosen verkaufen. Es wurde stark auf dem Stereotypen des Rosenverkäufers herumgeritten, aber die Überleitung in „seine Heimat“ wurde dadurch bewerkstelligt.

Musikalisch kann ich ein Marktmusikkonzert schwer beurteilen. Zu viele Bläser, zu wenig Gitarren. Meine Kritik kann daher nur aus dem Bauch heraus passieren. Und vom Bauchgefühl her muss ich sagen war ich wohl eher nicht positiv überrascht. Eine Nummer, die Pyramiden von Cheops lies mich allerdings zum Programmheft greifen, aus Begeisterung.

Von vielen Konzertbesuchern wird jedes Jahr aufs neue kritisiert, dass die Musik in den Hintergrund tritt und das Theater immer vordergründiger wird. Ich finde das gar nicht schlecht. Ein Osterkonzert, auf dem „nur“ musiziert wird und durch die Musik eine Geschichte erzählt wird kann ich mir auch von anderen Marktmusikkapellen vorspielen lassen. Aber keine schafft es wie die von Sinabelkirchen, an zwei Abenden die „Siniwöda-Halle“ zu füllen. Gestern legitimierte speziell die erhöhte Anwesenheit von Familien mit Kleinkindern das Theaterstück, das den Abend umspannte. Die Marktmusikkapelle Sinabelkirchen schafft es so bereits dem Publikum mit 1-3 Jahren einen Zugang zur Marktmusik zu gewinnen und wird sich daher wohl nie um Nachwuchs sorgen müssen.

Zusammengefasst, wieder ein Gelungenes Ostermusical der Musikkapelle Sinabelkirchen, Gratulation an alle Beteiligten, freue mich schon auf 2011, Piraten wäre noch ein Thema das ihr bisher nicht hattet 😉

youtube – piano chat

Angefangen hat es ja damit, dass ich eigentlich einen Artikel für meinen Weblog Eintrag für „Gesellschaftliche Aspekte der Informationstechnologie“ zum Thema Privacy verfassen wollte und mich durch den Standard geklickt habe um ein aktuelles Thema zu finden. Natürlich schnell abgelenkt vom Artiekl über Albert Gonzalez der aber im Endefekt Inhaltslos war und nur auf einen wired.com Artikel verwies. Und da war es dann wohl so etwas ähnliches wie Werbung dem ich erlag. Am rechten Seitenrand ist ein Twitterfeed(?) von kpoulsen mit folgendem Zitat:

„YouTube boneheads delete Chatroulette piano guy for „terms of use violation.“ You can still see it here. http://bit.ly/cd12c1

Wer kann da schon widerstehen? Zahlt sich übrigens aus!