Diesjähriges Thema war: „Arabische Nächte“. Klingt soweit verlockend, in Anbetracht der Tatsache, dass das alte Europa und seine BürgerInnen wohl mittel oder langfristig wohl kaum um die Thematik des Orients herum kommen werden, da die Welt sich immer weiter internationalisiert und somit jeder mit jedem in Kontakt treten kann und wird.

Die Eröffnung dieser Thematik wirkte auf mich ein wenig rassistisch, ein „Rosenverkäufer“ störte die Zeremonie des Osterkonzerts und wollte mit schlechtem Deutsch Rosen verkaufen. Es wurde stark auf dem Stereotypen des Rosenverkäufers herumgeritten, aber die Überleitung in „seine Heimat“ wurde dadurch bewerkstelligt.

Musikalisch kann ich ein Marktmusikkonzert schwer beurteilen. Zu viele Bläser, zu wenig Gitarren. Meine Kritik kann daher nur aus dem Bauch heraus passieren. Und vom Bauchgefühl her muss ich sagen war ich wohl eher nicht positiv überrascht. Eine Nummer, die Pyramiden von Cheops lies mich allerdings zum Programmheft greifen, aus Begeisterung.

Von vielen Konzertbesuchern wird jedes Jahr aufs neue kritisiert, dass die Musik in den Hintergrund tritt und das Theater immer vordergründiger wird. Ich finde das gar nicht schlecht. Ein Osterkonzert, auf dem „nur“ musiziert wird und durch die Musik eine Geschichte erzählt wird kann ich mir auch von anderen Marktmusikkapellen vorspielen lassen. Aber keine schafft es wie die von Sinabelkirchen, an zwei Abenden die „Siniwöda-Halle“ zu füllen. Gestern legitimierte speziell die erhöhte Anwesenheit von Familien mit Kleinkindern das Theaterstück, das den Abend umspannte. Die Marktmusikkapelle Sinabelkirchen schafft es so bereits dem Publikum mit 1-3 Jahren einen Zugang zur Marktmusik zu gewinnen und wird sich daher wohl nie um Nachwuchs sorgen müssen.

Zusammengefasst, wieder ein Gelungenes Ostermusical der Musikkapelle Sinabelkirchen, Gratulation an alle Beteiligten, freue mich schon auf 2011, Piraten wäre noch ein Thema das ihr bisher nicht hattet 😉


leningratt

L(i)ebt und Arbeitet auf Planet A.

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