Ich kann mich erinnern, vor nicht allzu langer Zeit, da konnte ich noch mit relativer Sicherheit beantworten welcher Minister welches Ministerium leitet, welches “Verbrechen an der Menschheit das letzte Verbrechen von welcher Ministerin war. So ganz genau weiß ich leider nicht was passierte, das mich dazu brachte diese Änderungen einfach zu verneinen.
Wenn die Voratsdatenspeicherung beschlossen wird nehme ich das in meiner Realität nicht wahr. Warum? Nun ja, einerseits, weil ich dann wohl wirklich endlich den Schritt zum TOR-Netzwerk durchführen muss. Natürlich sollte ich mich nicht damit abfinden, dass ich meinen Traffic verschlüsseln muss, weil immerhin muss ich ja auch nicht meine Briefe versiegeln weil das Briefgeheimnis gilt. Und mein Mobiltelefon werde ich hald nur mehr zuhause aktivieren, sprich wenn ich bei der Haustüre raus geh werd ich mich in den Flugzeug Modus begeben, vielleicht Skype noch aktivieren und dann per WLAN telefonieren.
In Graz demonstrieren die Menschen seit mehreren Wochen gegen die 25% Kürzungen im Sozialbereich. Für mich ist das Besuchen der Demonstrationen gewissermaßen Selbstbefriedigung. Ich gebe mir selbst das Gefühl etwas zu machen werde aber das Gewissen behalten dass es nur für mich ist, weil es nur um das Gefühl geht etwas gemacht zu haben. Und natürlich man lernt andere Menschen kennen oder kann sich mit anderen Menschen treffen die sich gerne selbst befriedigen.
Die USA überlassen die Kontrolle der Schädlichkeit von gentechnisch veränderten Pflanzen den Konzernen die damit ihren Gewinn steigern möchten. Wie diverse Prüfungen da Enden werden ist eigentlich absehbar, zumindest für jeden vernünftig denkenden Menschen, oder? Ich denke den generellen Ruf von Monsanto kennen mittlerweile alle, oder, sonst wäre vielleicht eines der hier genannten Werke sehenswert.
Wer noch weitere Nachrichten mit der Perspektive aus Österreich lesen möchte, der_die sei an Michi erklärt die Welt verwiesen. Alles was ich im Moment für einigermaßen Sinnvoll halte ist verrückt zu sein, ein Kasperl, ein Clown, ein (frei-)Denker, der handelt zu sein. Schreien, Tanzen, Springen, Gröhlen, Pfeifen. Das machen was sich bisher keine_r vorstellen konnte und das wiederholen was andere bereits gemacht haben und in einen anderen Kontext setzen! Und ca. 100 Lieder würden mir einfallen die dieses Gefühl und diesen Aufschrei ausdrücken, aber das folgende YouTube Video ist wohl das aktuellste
Die Bettelbanden kommen! Bringt euch in Sicherheit! Nur woher kommt dieses Gerücht. Immer wieder behaupten Menschen Sie hätten davon gelesen und dementieren die Krone als Quelle. Na Gut, dann Wollen Wir doch mal Googeln. Und dann nehmen wir uns doch mal die Links der Reihe nach unter die Lupe.
Okay, es handelt sich also um einen Meinungsausdruck eines Mit”menschen” der offensichtlich keinen eigenen Blog hat, so wie ich, den er damit zumüllen könnte. Denke das wäre damit abgehandelt, denn außer einem sich immer wiederholenden Muster von Schimpfwörtern ist hier wenig zu finden. KEIN NACHWEIS VON BETTELBANDEN!
Die Qualität dieses Blattes sollte mittlerweile allen bewusst sein, für jene die es noch nicht wissen: Hier die Youtube Playlist. Und jaja, ich weiß, das ist nur linke Propaganda und Vernichtungslager hat es nie gegeben. KEIN NACHWEIS VON BETTELBANDEN!
Da wird es jetzt schon interessanter! Ein Blog, der gleich im ersten Eintrag auf ein PDF der Zeitung Frontal verlinkt. Und hier steht mal es gibt keinen Polizeilichen Hinweis auf Bettelbanden, ebenso in dem PDF. KEIN NACHWEIS VON BETTELBANDEN!
Und die mühe jetzt nochmal unzensiert.at als NONSENSE und unqualitativen Mist zu entlarven spare ich mir hier, dafür habe ich echt keine energie. Aber wer Lust und Laune hat kann ja mal ein paar Artikel von den Spasten durchlesen. Als kleines Titelhighligt? Ägypten auf dem Weg zum muslimischen Gottesstaat? Wer sich in den letzten Tagen die eine oder andere Sendung zu diesem Thema angesehen hat kann hierüber nur lächeln… Achja ich hätte es fast vergessen! KEIN NACHWEIS VON BETTELBANDEN!
Das ist wohl noch die “sachlichste” Abhandlung der Thematik. Wenn mensch davon Absieht, dass es sich um Wien handelte und dass die Armen Teufel ca 50€ am Tag erbettelten und diese dann abgeben mussten könnte man hier einen Nachweis von Bettelbanden sehen, aber, IN WIEN und Wien ist nunmal nicht Graz, auch wenn wir Grazer/Steirer uns gerne so aufspielen würden als wären wir groß. Und es wird genau EIN (fuckin) Fall von einer rumänischen Bettelbande genannt, der aber von der Bettellobby Wien relativiert wird. Nunja, also unter den ersten Links, das Word Dokument ausgenommen befindet sich eine Newsmeldung die von einer Bande berichtet in einer ANDEREN Stadt von Österreich. KEIN NACHWEIS VON BETTELBANDEN!(in Graz/Stmk)
Die restlichen Links erspar ich mir, keine Lust mehr mich mit dem Dreck auseinander zu setzen! Ein Link von volk-und-heimat.info, und die Seite auslaenderkriminalitaet.info die wohl auch kaum ernst genommen werden kann.
Aber, wenn wir jetzt noch schnell für einen Moment annehmen, dass es diese Bettelbanden wirklich gibt, worin genau liegt das Problem? Stört es, dass die Menschen die auf der Straße frieren nicht aus Österreich kommen? Stört es, dass die armen Hunde noch ärmer sind als es uns auf den ersten Blick erscheint? Oder möchten wir einfach nicht daran erinnert werden, dass bei einem Spiel, bei dem es Sieger gibt, es auch Verlierer geben muss? Möchten wir uns einfach nicht täglich beim shoppen vor Augen halten, dass unser übertriebener Wohlstand in anderen Ländern fehlt, oder dass mein Smartphone ein Luxus ist, durch dessen verzicht ich vielleicht einem dieser Bettler einmal im Monat 10€ geben könnte?
Das Bettelverbot in der Steiermark bringt genau gar nichts, denn die, die vom Betteln leben, und jene, die sie um dieses Schicksal beneiden, mögen doch morgen zu Ihren Vorgesetzten gehen und Kündigen, Ihre Behausungen aufgeben, Ihre Fahrzeuge verschenken und Tag für Tag 10 Stunden auf dem Pflaster unserer Straßen sitzen, werden weiterhin Betteln müssen, da unser Sozialstaat sie leider nicht auffangen kann, weil die reichsten der reichen hin und wieder vergessen, dass sie ein Netto Jahresgehalt der Mittelschicht auf einem Konto im Ausland natürlich auch versteuern müssten.
Man soll ja niemandem was schlechtes wünschen und ich mein es ja auch gar nicht böse, aber jene Landtagsabgeordneten, die für dieses Verbot gestimmt haben sollen den Tag erleben wo Ihr Wohlstand zu ende ist und sie auf der Straße sitzen und für Ihr Abendmahl betteln müssen. Und ich wünsche Ihnen das nicht aus Bösartigkeit, sondern aus Gutmütigkeit, weil ich Ihnen wünsche diese Welt besser verstehen zu können. Und ich Ihnen die Chance wünsche, die Empathie, die Sie gegenüber den Ärmsten jetzt nicht bewiesen haben vielleicht dann gegenüber den Reichen empfinden können, die an Ihnen vorbei gehen und Sie von der Exekutive wegsperren lassen.
Und wenn ich meinem gesamten Unmut luft machen würde kämen noch ein bis tausend blog Einträge zu diesem Thema, aber ein Stück von meinem Unverständnis, meiner Wut und meiner Trauer möchte ich für mich behalten, das größere Stück.
Endlich war es soweit, das Konzert des Sommers für mich, Leonard Cohen live in Graz. Nachdem ich ihn letztes Jahr in Budapest sehen durfte und sich dieses Jahr die Möglichkeit in Graz anbat, konnte ich nicht wiederstehen, die 87€ war er mir allemal wert und wird er mir auch in Zukunft wert sein. Vielleicht nicht dieses Jahr, aber mit etwas Glück gibts eine Leonard Cohen Tour 2011, da werde ich mich dann aber wohl wieder ins Ausland bewegen um ihn zu sehen, Zagreb kosteten die Karten nur 47€ Budapest letztes Jahr 44€ und warum nicht ein tolles Konzert mit einer Städtereise verbinden?
Vorweg sei noch gesagt es war ein Sitzkonzert, es gab keine(!) Stehplätze und es war auch nicht wirklich vorgesehen, dass das Publikum irgendwo stehen, tanzen, singen konnte. Die erste Konzerthälfte hielten sich alle an die Vorgabe des nicht Bewegens. Die zweite Konzerthälfte war das jedoch nicht mehr haltbar. Ich sehe mich als Mitbegründer der Steh- und Tanzbewegung auf diesem Konzert. Hinter dem ersten Abschnitt von Sitzplätzen sondierte sich mit mir eine Gruppe die es vorzog zu stehen oder zu tanzen.
Als Kritiker könnte ich kurz sagen das Konzert war nicht weiter aufregend, die Setlist ähnelt jener von Budapest 2009 sehr und somit dem Konzert von 2008 in London, das es ja als CD und DVD gibt. Das darf man aber, so finde ich, sehr positiv sehen, er brachte alle seine großen Hits und spielte über 2(!) Stunden, man darf nicht vergessen Cohen ist bereits 75! Die Bühnenshow, so man von einer solchen sprechen kann bestand wenn man so will aus einem Rad das die Webb-Sisters schlugen. Deren Stimmen übrigens beeindruckend sind. Vielleicht werden Sie nach Leonard Cohen in seine Fußstapfen treten, mit einem Background-Chor von tiefen Männerstimmen.
Das Publikum war von allen Nummern hingerissen, wirkte aber auf mich trotzdem, vor allem aufgrund der “Sitzerei” etwas gelangweilt bzw. unbegeistert. Gegen Ende hin, als alle Erkannten es ist bald vorbei und er anfing Zugaben zu spielen, tauten wir Österreicher aber doch noch auf und wagten es aufzustehen, mit zu tanzen und bei “So Long Marianne” gingen wir sogar soweit dass wir mit sangen.
Was bleibt noch über das Konzert zu sagen? Es war berauschend, die Klangwolken die auf gebaut wurden, seine Stimme, die Stimmen der Webb Sisters und die Stimme von Sharon Robinson begeisterte mich dieses mal auch, selbst den Reiz der Nummer “Boogie Street” konnte ich entdecken. Die Restliche Besetzung will ich jetzt namentlich nicht aufzählen, nicht dass Sie es nicht verdient hätte, aber man kann zu allen Informationen nachlesen auf leonardcohenfiles.com, sie hat sich seit 2008 nicht geändert.
Die Lichtshow ist wohl bei jedem Konzert von Leonard Cohen ein Highlight, es ist keine wilde, aufregende, Lichtshow wie man sie von “The Australian Pink Floyd Show” kennt, es sind Stimmungsbilder. Orange, Rot, Blau, Violett sind die Farben die eingesetzt werden, ein Lob an den Lichttechniker der sich das einfallen lässt.
Ein Konzertgast meinte zu mir, dass Leonard Cohen einen klassischen Gentleman repräsentieren würde, dem kann ich mich nur anschließen, und möchte aber noch beifügen, dass sein Konzert, seine Musik, seine Stimme und alle Beteiligten die Welt für ein paar Stunden massiv verschönern wenn nicht sogar verbessern können.
Ich kann nur allen die sich das Konzert entgehen ließen nahe legen seine Tour Dates zu prüfen und zumindest den Besuch im Steinbruch in St. Margarethen zu überlegen. Es sind auch noch in den Umliegenden Ländern Konzerte auf dem Plan, diese dürften teilweise billiger sein.
Setlist Leonard Cohen Graz 2010-07-28
UPDATE: Videoplaylist von Graz die auf Youtube zu finden waren.
Am 8. Juli spielten nach Texta auch Attwenger am Hilmteich in Graz. Das Attwenger Konzert war für mich noch Reizvoller als das Texta Konzert. Die Mischung aus Volkstümlich und Pop, Rock, Experimental… und das ganze dann auch noch Live. Der Übergang von Texta zu Attwenger war mit dem gemeinsamen Titel “Schaun”. Bereits in der ersten Nummer die von Texta alleine war kam ein riesiges “Quetschn-Solo” das das Publikum zum abgehen brachte. Vor der nächsten Nummer “Bam” wurde wieder aufgefordert den Abgrund zwischen Bühne und Publikum zu schließen und interessanter weise reagierten wir dieses mal und schlossen auf.
Die Gleichgültigkeit der Ansagen zwischen den Nummern war Faszinierend, als wären die Beiden komplett negativ angetan, dass Sie hier in Graz auftreten durften. “Eis kennts a so uma gehn wenns wuids..” war eine der Aussagen vor dem Song “wama liaba weama sogn song”. Als Anspielung auf die Tanzeinlage der ortsansäßigen Tanzschule bei der Nummer “Kabinenparty” von Texta.
Die Soli mit der Maultrommel waren für mich die Höhepunkte und wenn ich mich an die Stimmung zurück erinnere waren sie das auch für einen großteil des Restlichen Publikums. Fortgesetzt wurde mit “Eam oba ned Mia” leider weiß ich jetzt nicht mehr ob es “eam” oder “mir” war, die Nummer wurde dann zu einem Medley umgearbeitet mit “Drum Solo” als Höhepunkt.
Sehr interessant war auch auf einmal “It ain’t no Sunshine” und anderen NichtAttwenger Nummern als kurzer teil des Medleys. Auch die Nummer Dog animierte das Publikum zum mitschreien und mitspringen. Gesamt hielten Attwenger etwas über 60 Minuten durch. Danach mussten Sie das Konzert leider seitens des Veranstalters beenden. Hans-Peter Falkner kam zwar noch einmal auf die Bühne und wollte unplugged spielen, Markus Binder stieg ihm da leider nicht mehr darauf ein.
Unterm Strich ist es ein Wunderbares Konzert gewesen. Im Video kann man nochmal sehen wie Attwenger sich live Gleichgültig zeigt. Die Nummer spielten sie übrigens in Graz nicht.
Am Donnerstag dem 8. Juli 2010 spielten Texta und Attwenger live in Graz am Hilmteich. Eine traumhafte Location, oder wie man in deutsch wohl eher sagen würde, ein hervorragender Ort um ein Konzert auszutragen. Die Setlist des Konzerts war mäßig, bzw. die Jungs von Texta wiedersprachen sich einerseits in Ihrer Setlist selbst und andererseits ließen sie alte Nummern komplett außen vor, was bei einer Konzert länge von 45 Minuten vertretbar ist.
Aber mal Langsam. Eröffnet wurde Das Konzert mit “Paroli”, “So oder So”, “The greatest Story” und “So könnt’s gehen”. Und da seh ich den Widerspruch zum vorletzten Lied des Konzerts, Kabinenparty. Mit So könnt’s gehen rufen die Texta Jungs doch Irgendwie dazu auf es nicht wie Fettes Brot, das Bo und andere deutsche HipHoper zu machen, und auf den Mainstream zu verzichten. Und trotzdem bringen Sie im gleichen Set noch Kabinenparty, sollte einer von euch das lesen würd mich interessieren wie ihr zu Kabinenparty steht, ist das euer ernst? Texta war doch immer eine HipHop Crew mit Message oder darf man weiterhin ist verwenden?
Egal, für So könnt’s gehen haben Sie sich auch ein kleines Special ausgedacht, die Zuhörer sollen sich alle auf den Boden legen, die ersten paar Reihen folgten dem Aufruf auch, sehr cool und Respekt ans Publikum!
Es folgten die Nummern “Nach Oben Bitte”, von der nächsten Nummer weiß ich den Titel leider nicht dürfte aber in etwa lauten “leichter gsogt wie tau”. “Hedi Wari”, “Weltpolizist”, “Koida Kaffee”, “Schwindelfrei”, “Kabinenparty”, “So schnö kaust goa ned schaun” komplettierten die Setlist dann noch.
Da Leider nur 45 Minuten Konzertlänge möglich waren muss ich sagen ist es okay auf ältere Nummern zu verzichten, ich fühlte mich trotzdem vor den Kopf gestoßen, da speziell die alten Texta sachen, “Walkmania”, “Sprachbarieren”, “Fragestunde” … doch schwerst höhrenswert sind, das nächste mal vielleicht wieder
Es sollten übrigens in den nächsten Tagen auch Videos auf YouTube auftauchen, zumindest hat der Kammeramann von der Tanzschule eine Andeutung in diese Richtung gemacht.
Gestern war es soweit, die Konzertsaison hat für mich begonnen. Als Eröffnende Band wurde Suzanne Vega in Graz besucht.
Suzanne Vega Live (Foto by bird Ghost)
Viele kennen Suzanne Vega nicht, wissen aber wer sie ist wenn man ihnen “Tom’s Dinner” vorpsielt oder auch nur vorsummt. Immerhin ist es eine der markantesten Melodien der letzten 30-40 Jahre. Aber um jemanden zu überreden auf ein Konzert zu gehen ist die Nummer dann auch wieder ein bisschen wenig. Und so kam es, dass ich das Konzert alleine besuchte.
Bei der Vorband, deren Name leider nicht mehr einfällt, schien das ganze noch ein Flop zu werden. Vor der Bühne hatten sich 20 Leute eingefunden und der rest der Kasematten war mehr oder minder leer. Das Publikum war zwischen 14 und 60, die große Masse, der ZuseherInnen war zwischen 30 und 40, ich zählte mich ein weiteres mal zum jüngeren Teil des Publikums.
Aber zum Konzert an sich, es war ein solider Auftritt, für mich nicht das Konzert schlechthin, aber aus der ersten Reihe wirkte Suzanne Vega doch ganz natürlich, sie schien selbst Tom’s Dinner trotz all der Jahre und der hunderten Performances noch zu genießen, der Song kam übrigens als letzter vor der Zugabe und das Publikum ging ganz gut mit. Aber zum Mitsummen und gleichzeitigen Klatschen reichte es leider nicht.
Sie trat mit einem Gitarristen und einem Schlagzeuger auf, brachte aber manche Nummern auch alleine. Da ich auf der Seite des Bassisten stand und dessen Verstärker auch bei mir stand hatte ich den Eindruck als wäre die ganze Band sehr Basslastig, und immerhin war es auch der Bass der den Rhythmus vorgab, er macht das übrigens wunderbar!
Die krönende Nummer war für mich übrigens “The Queen and the Soldier” wenngleich sie auf das hohe “uuuhuuuhuhuuhuhuhu” verzichtete, diese Nummer ist ergreifend.
Der Abend wurde für mich durch das Treffen zweier “Niederbayern” die Ihren Geburtstag in Graz feierten zu etwas besonderem. Ein Pärchen und Sie wurde am Dienstag 50, alles Gute nochmal und nach dem Konzert zwei Kroatinnen, die für Suzanne Vega von Zagreb nach Graz gekommen waren, Respekt!
Schade bleibt, dass Suzanne Vega relativ wenig Aufmerksamkeeit in Graz bekam. Denn die Besetzung, zwei Gitarren ein Bass eine Stimme, allein das war schon Sehens-wert, ihre Stimme Hörens-wert und das Publikum Treffens-wert.
Unterm Strich gibt es 4 von 5 Sternen für den Artist und 4 von 5 Sternen fürs Publikum, weil wir Tom’s Dinner nicht ordentlich mit gesummt haben.
Da sucht man, tagelang nach der richtigen Musik für die Jahreszeit und dann wird man auf ein Konzert aufmerksam gemacht, in der Eschenlaube, Ripoff Raskolnikov, kostenfrei wie die Konzerte dort nun mal sind und man findet die Antwort auf die Frage der passenden Musik für diese Jahreszeit.
Ich muss zu meiner Schande gestehen ich kannte ihn bis heute nicht. Und hätte nicht ein Freund mich darauf hingewiesen, hätte ich, trotz dem Eschenlauben-Newsletter auf das Konzert verzichtet. Jetzt bin ich froh dort gewesen zu sein, nicht nur, dass ich in Ripoff Raskolnikov einen wunderbaren Menschen aus nächster nähe erleben durfte. Was es ausmacht kann ich leider nicht genauer in Worte fassen, er ist Authentisch, wirkt Ehrlich und Offen. Ich durfte einem herrlichen Konzert beiwohnen.
Eine Setlist gabs bei diesem Konzert nicht, zumindest nicht für mich, daher kann ich mit meinem mäßigen Wissen über seine Songs leider nicht auf bestimmte Songs referenzieren, die er spielte oder nicht spielte. Aber ich hoffe doch sehr, dass sich das bald ändern wird, und sollte ich ein weiteres mal das Vergnügen haben, werde ich auf Songs referenzieren können. Aber seinen Ansagen zufolge spielte er sowohl Nummern von einem Album das er mit der heutigen Formation 2006 veröffentlichte und einem Album das sich kurz vor Veröffentlichung befindet.
Die Gesamtdauer des Konzerts betrug ca. 2 Stunden 20 Minuten. Es wurden Nummern quer durch die Blues-Bank gespielt. Er eröffnete die erste Hälfte mit einer mehr oder minder Ballade und wurde zur Pause hin immer Blues-Rockiger. Dazwischen war eine Passage wo er von uns mit Tom Waits verglichen wurde. Ich hoffe dieser Vergleich ehrt beide Künstler gleichermaßen.
Der aufbau der 2. Hälfte erfolgte relativ ähnlich, wieder der ruhige Einstieg, der sich diesmal aber eher zum klassischen Blues hin steigerte. Das Ende war wieder kräftig, die Zugaben hingegen gestaltete er eher ruhig, eine kündigte er als “ein kleines Gute Nacht Lied” an, natürlich gab sich das Publikum damit nicht zufrieden und er durfte noch eine weitere Zugabe spielen.
Anschließend gab es noch CD Verkauf mit Widmung, für mich “speziell” da er auch in einem meiner Bücher eine kurze Botschaft hinterließ, nachdem ich ihn darum bat. Unterm strich ein gelungener Konzertabend, vermutlich eines der besten “Kleinkunstkonzerte” auf dem ich bisher war.