Nochmal zu den ÖH-Wahlen. Nachdem bei uns jetzt mal das Gespräch dort war und ich es einfach gar nicht pack.
Die ÖH macht viel, ja. Die ÖH-bestimmt die Curricula mit, zumindest kann die HochschülerInnenschaft leichten Einfluss darauf nehmen was ich studieren muss. Wenn dem allerdings so wäre, also wenn die HochschülerInnenschaft wirklich so viel Mitsprache Recht hätte bei den Curricula dann würden doch die Curricula nicht Jahr für Jahr beschissener werden, oder?
Okay und dann war da noch das Theater von wegen die ÖH-Wahlen haben nur 20% Wahlbeteiligung bei den WKO Wahlen liegt zwischen knapp 30% und ein wenig über 50% von den Bundesländern abhängig. Auch bei den Arbeiterkammerwahlen kommt man auf ca 40-50% Wahlbeteiligung. Und die ÖH schafft es immerhin auf 20-30% Wahlbeteiligung(ja ich schäme mich dafür auf fm4 verlinkt zu haben, aber besser als heute.at). Ich hab ja, um ganz ehrlich zu sein keine Ahung was die ÖH bewirken kann, naja, ich studier jetzt seit 2005 und hab doch mitbekommen was die ÖH alles zu stande gebracht hat, 100.000€ für #unibrennt, viel mehr war da leider nicht, vielleicht noch die Zettelwerfaktion bei der Budgetdebatte im Parlament. Sorry aber ich kann die-nichtwählerinnen.at nicht ernst nehmen und bin gewissermaßen auch noch stolz darauf die Wahlbeteiligung der ÖH-Wahlen weiter zu drücken.
Ẃas genau die ÖH schaffen kann und was nicht, das weiß ich nicht. aber…
hat wohl nichts mit ernsthaftem wahlkampf zu tun, oder? Was hat das mit Universitätspolitik zu tun? Zur VSSTÖ hab ich mich ja bereits in dem vorangegangenen Blog Eintrag geäußert.
Ich bin ja prinzipiell jemand der sagt Feminismus angreifen ist schon was ganz was gröberes, oder das Thema an sich ist mir zu heiß…
Was genau die HochschülerInnenschaft mit Feminismuss erreichen will oder mir sagen will… Oder noch besser, die AG
Da steht doch glatt die Freiheitsstatue, bei der AG-Graz Werbung und … Ach es tut mir leid ich kann die ganzen Kapserle ned ernst nehmen, meine Zeit ist wohl besser investiert wenn ich mir das Video anschau…
Eigentlich sollte man die Studienvertretungen auf Spamlisten setzen. Was ich in den letzten Tagen an Mails bekommen habe ist nicht mehr angenehm zu verarbeiten. Ich dachte die StudienvertreterInnen wären selbst auch Studierende und wüssten über den Zeitmangel der Studierenden bescheid? Dem scheint nicht so. Täglich trudeln 1-3 Mails ein in denen mir erklärt wird warum ich den RFS, die AG, die gras, die vSStö oder die Fachschaftslisten wählen sollte. Mich bringt diese Informationsflut noch so weit, dass ich komplett drauf scheiß, weil ich dieses aufdringliche Verhalten nicht auch noch belohnen will. Aber vielleicht werde ich den KSV wählen, denn das ist, wenn ich mich jetzt nicht ganz täusche die einzige Gruppierung die mich Spam-verschont hat, bisher.
Und als müsste ich mich damit noch nicht genug über meine Interessensvertretung ärgern schafft es die eine oder andere Gruppierung auch noch mich in Verlegenheit zu bringen, weil es sich bei Ihnen ja auch um Studierende handelt und sie scheinbar nicht mehr im Kopf haben als Parties und fettes Schnitzel in der Mensa…
Mahlzeit und fröhliches Wählen, vielleicht springt die Wahlbeteiligung ja mal auf 10% herunter?
Und damit es nicht heißt ich bin nur gegen die AG hier ein kurzer “Snip” der letzten VSSTÖ Mail…
Strandparty am KFU-Campus
Filmabend “Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott”
Podiumsdiskussionen zur ÖH-Wahl
ÖH-Wahllokale und -Wahlzeiten
Unsere Forderungen – VSStÖ: Deine starke Stimme
Die Wichtigkeit der Wahl wird unterstrichen, zuerst die Strandparty, dann der Filmeabend und dann doch noch die Wahl…
Ich verstehs noch immer nicht! Also, jetzt werd ich darauf hingewiesen, dass mensch bald in Österreich Türkisch Maturieren kann. Vorerst mal soweit na und? Mensch kann auch Französisch, Englisch, Spanisch, Russisch… maturieren. Dann die Aufklärung, mensch kann in zukunft türkisch als Sprache für die Matura wählen, so wie an manchen Schulen Englisch und an den meisten Deutsch. Hm… soweit seh ich jetzt eigentlich noch immer kein Problem. Nach ein bisschem Google findet sich dann relativ aktueller Atikel in der Presse dazu. Also das Ministerium überlegt, beschlossen ist (noch 5.4.2011) nichts.
Und dann sieht der Plan doch wirklich so aus, dass SchülerInnen zukünftig statt Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Tschechisch… Türkisch wählen können sollen. Das ist natürlich überaus negativ, weil wenn jemand Türkisch spricht kann er sich mit der türkischen Minderheit unterhalten und diese verstehen! Das wollen wir doch nicht, oder?!?
Achja und dann war da noch das, dass wir unsere Kultur verlieren weil wenn “die Türken” bei uns Moscheen aufbauen dann fallen unsere Kirchen um und das schaut ja nix zgleich! Achso nein, Moscheen lassen Kirchen nicht zusammen brechen, sie stören nur das Landschaftsbild.
Ach egal die Argumentation die hinter dem ganzen blödsinn steht is inkonsistent und aus.
Ihre Aussage im Zusammenhang mit den Studiengebühren ist doch hoffentlich nicht ernst gemeint oder? Weil dann können wir Ihr Spiel doch weiter spielen. Wenn wir die Studiengebühren dann auf eine Stunde herunter Brechen sind das nur mehr lächerliche 0,1125€! Und auf Sekunden gebrochen sind es sogar nur mehr 0,0046875€! Das ist doch fast geschenkt oder? Leider neigt man dabei dazu, dass ein Studierender mit maximalem Stipendium ca 700€/Monat zu verbrauchen hat. Von diesen 700€ die übrigens pro tag 23,3 periodisch sind und pro Stunde 0,972 periodisch und in der Sekunde bleibt einem Studenten immerhin noch mehr als 1 Cent zum vertranscheln. Leider ist das nicht ganz so einfach denn als Studierender muss ich mir schließlich Fachlektüre kaufen, sollte EDV-mäßig ausgestattet sein und möchte auch ca. 1x Täglich eine Mahlzeit zu mir nehmen und natürlich wäre es auch ganz angenehm, wenn ich ein Dach über meinem Kopf habe und vielleicht im Winter ein bisserl einheizen kann. Und da verlangen Sie dann, dass ich mal so mir nichts dir nichts gerundete 12% meines Budgets für Studiengebühren ausgebe?
Wenn Sie einigermaßen mit den Wohnungspreisen in Graz vertraut sind dürfte Ihnen bekannt sein, dass diese sich auf ca 10€/m² belaufen, oder in Ihren minimalistischen Dimensionen zu rechnen, 1cm² 0,1€Cent pro Monat also eigentlich geschenkt, oder? Korrekterweise müsste ich angeben dass das Wohnen pro Tag nur ca 0,99€ kostet.
Das Essen kostet in den Universitäts Mensen mit ÖH Stempel ca 3,50€ prot Tag. Aber ich möchte Ihnen nun nicht länger bei der Aufstellung aufwendig alles in Tagessätze umrechnen und ich hoffe doch dass Sie Quellen zu dem haben was ein Studierender im Monat an Unkosten hat. Um Ihnen auf die Sprünge zu helfen:
Wohnung
Essen
Internet(gerade an der TU-Graz wird ein Großteil der Kommunikation über Newsgroups abgewickelt)
Telefon(kein Mensch kann heute mehr ohne Telefon auskommen)
Fachliteratur
Öffentliche Verkehrsmittel
Computer, Drucker, Papier, und anderes Büromaterial
…
Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen die Bildungsbedingungen in diesem Land zu verbessern, ich würde Sie allerdings ersuchen selbige zukünftig zu unterlassen, weil Sie scheinbar kontraproduktiv vorgehen.
In Erwartung Ihrer Stellungnahme verbleibe ich,
Hochachtungsvoll
Ihr LeninGratt
Überfüllte Hörsäle Quelle: apa
Dieser Blog Eintrag wurde am 29.01.2011 an rektor@tugraz.at; office@uniko.ac.at übermittelt. Jedwede Antwort wird, so vom Verfasser genehmigt hier veröffentlicht.
Eigentlich wollte ich ja dem lieben H.C. Strache diesen Blog Eintrag widmen, aber der kriegt sowieso zu viel Aufmerksamkeit, von mir und von allen anderen auch. Kein anderer Politkabaretist bekommt so viel Aufmerksamkeit und verdient mit derartig lächerlichen aussagen so gut.
Daher möchte ich jetzt mal unsere beiden Ministerinnen die für Bildung zuständig sind fragen.
… welche Welt wünschen Sie sich? Wenn ich Ihre letzten Maßnahmen zusammenfasse dann handelt es sich dabei um einen Dialog der von (fast) allen Seiten als Monolog bezeichnet wurde. Natürlich war Ihr sogenannter Dialog für Sie ein Erfolg, da Sie in der Öffentlichkeit den Eindruck erwecken konnten als würden eh alle hinter Ihren Entscheidungen und Vorschlägen stehen. Interessant ist ja, dass Sie es mittlerweile geschafft haben den RektorInnen jeglichen Biss abzuringen. Rektor Sünkel steht ja mittlerweile mehr oder minder hinter Ihnen. Zugangsbeschränkunken und Knock-Out Prüfungen statt Budget für Bildung. Könnte mensch Ihren Kurs in dieser Debatte kurz umschreiben.
Sagens amal, warum ignorieren Sie eigentlich, dass seit fast EINEINHALB JAHREN!!! Studierende auf die Straße gehen und sich von Ihnen büskieren lassen müssen?
Aber ich werde mir jetzt mal herausnehmen Ihre Bildungspolitik weiter zu spinnen. Also. Ich muss im ersten Semester alle Prüfungen auf anhieb schaffen sonst darf ich nicht weiter Studieren. Ich bin schon ein sogenanntes älteres Semester auf der Universität und kann mich noch an das Jahr 2005 Erinnern, im September diesen Jahres titelten die Salzburger Nachrichten ” ‘Sperm-Race’, Losentscheid und Matoranoten”, das von Ihnen vorgeschlagene System, kostet einem_r Studienanfänger/In nicht nur 1 Semester, weil er/sie das studium nicht fortführen kann wenn nicht alle Prüfungen bestanden werden, sondern ist auch bereits als “Hirnrissig” erprobt an den Med-Unis.
Wenns Zugangsbeschränkungen wollen, dann sans doch wenigstens so fair und machens richtige!
Es ist doch offensichtlich, dass Sie für Bildung(Ihr Ressort übrigens!) kein Geld ausgeben wollen. Die so oft beschworene Zukunft Österreichs liegt somit nicht dort wo mensch die Zukunft der “westlichen Demokratien” erwartet, in der Spezialisierung, in der Bildung. Österreich ist somit auf dem besten Kurs zum sogenannten Insdustrieland, weil “Know-How” wollen wir uns keines leisten, MigrantInnen turnen wir mit unserem Fremdenhass ab, daher werden wohl auch kaum hoch qualifizierte AusländerInnen nach Österreich kommen. Aber ich bin doch nur ein dummer Freak, der im Internet herumsurft und das Bedürfnis hat Aufmerksamkeit zu erregen, Sie Frau Minister Karl, sind Dr. und Ministerin, daher werden Sie schon wissen was Sie machen.
Also ich versteh euch alle schön langsam nicht mehr so ganz, was natürlich nicht heißt dass ich jemals auch nur eine_n von euch verstanden hätte.
Audimax Besetzung
Das erste wo ich mir mal ziemlich an den Kopf greife ist, dass ein paar Lustikusse das Audimax erneut besetzen. Ich mein habt ihr denn die Medien letztes Jahr nicht mit bekommen? Habt ihr nicht verstanden, dass eine Besetzung nur negative Publicity bringt? Jetzt stellt ihr wiener BesetzerInnen euch mal in ein Winkerl und denkt über euer Verhalten nach. Dieses mal bin ich auf der Seite der Konservativen, weil Ihr durch euer Verhalten euren eigenen Interessen schadet und ohne Respektlos sein zu wollen, das erinnert mich an das Verhalten der FPÖ WählerInnen!
Kinderbheihilfe – Stipendien
Und das zweite, ist ja noch viel schlimmer. Die Kinderbeihilfe gibt es Zukünftig nur mehr bis 24. Schnell nachgerechnet. Angenommen du machst eine HTL(ende mit 19) musst anschließend noch Zivildienst machen(danach bist du ca. 20), dann hast du 4 Jahre für dein Bachelor Studium, das sollte mit Toleranzsemestern dann ziemlich genau hinkommen, oder?
Und das Gejammer dass es gerade die Mittelschicht und die sozial schwächeren trifft kann ich auch schon(!) nicht mehr hören. Die Kinderbeihilfe ist eine Förderung die jede_r BürgerIn für seine Kinder bekommt! Der/die MillionärIn genauso wie der/die SozialhilfeemfängerIn und somit sollte sie generell abgeschafft werden, nicht erst ab dem 24. Lebensjahr. Meinetwegen bis zur Matura. Aber spätestens ab der Matura muss es sozial sinnvolle Hilfestellungen für weniger reiche geben!
Meine Forderungen
Ich fordere eine Neustrukturierung der Studienbeihilfe, sowie eine Erhöhung der Studienbeihilfe auf 800€(oder meinetwegen auch mehr)! Als Ausgleich dafür eine Streichung der Kinderbeihilfe ab Beendigung der primären Ausbildung(AHS/BHS…).
Ich fordere für alle Nichtbezieher der Studienbeihilfe die Möglichkeit eines geförderten Kredits, es kann nicht sein dass Studierende von reichen Eltern Lebenslänglich von Ihren Eltern abhängig sein müssen! Die Rückzahlung des Kredits erfolgt ab einem Brutto(!)-Einkommen von 2000€ oder mehr.
Ich fordere jede_n PolitikerIn, der/die diesen Blogeintrag liest oder auch nur überfliegt mir ein Statement zu hinterlassen!
Ich fordere von der Österreichischen Hochschülerschaft sich für ein neues Stipendiensystem einzusetzen und die Kinderbeihilfe als Gegenleistung anzubieten.
Ich fordere von den UnibesetzerInnen Vernunft bei zukünftigen Aktionen!
Dienstag 21:00 Report auf ORF2 ein Interview mit Beatrix Karl, der “neuen” Wissenschaftsministerin. Danach ZIB2 mit Wiener Spitzenkandidatin Marek.
Die Österreichische Volkspartei zeichnet sich dieser Tage wieder durch erhöhte Wutkompetenz aus. Jede Meldung bring mich zur Weißglut. Beatrix Karl gibt der SPÖ die Schuld daran dass ihr Parteichef und Finanzminister Josef Pröll ihrem Ressort zu wenig Geld gibt. Die Logik dahinter ist wohl eine der ersten Nebenerscheinungen des kaputt gesparten Bildungssystems. Meine beschissene Rechtschreibung übrigens auch.
Und am schlimmsten ist ja, dass Frau Karl da schon so gefragt wird dass sie eigentlich nicht mehr ausweichen kann, aber die Antwort, die ordentliche, aussagekräftige Antwort verweigert, ich frag mich was ihre Intention ist. Möchte sie alle politik interessierten endgültig dazu bringen sich von der österreichischen Politik ab zu wenden?
Marek möchte dann die Zwangsarbeit für Mindestsicherungsbezieher_innen einführen. Wie wärs eigentlich wenn man allen Politiker_innen mal sagen wir, 10 Wochenstunden Szialarbeit aufbrummt, oder einfach nur körperliche Arbeit. Fingernägelbrech-Arbeit für Frau Marek.
Und zu was das geführt hat? Meine Twitter Timeline hat es ganz massiv gespürt.
- wenn sogar die technischen unis zu wenig geld haben dann is die #karl + politik wohl a mega #epicfail#unibrennt
- pröll unterstützt #karl beim kampf gegen das bildungssystem! #unibrennt
Ein tiefer Spalt scheint sich zwischen Studierenden und Politik aufzutun. Aber auch zwischen Studierenden und Studierenden scheint diese Spaltung zu existieren. Da gibt es das AG nahe Lager, dem ich jetzt auch diverse Burschenschaften und rechts-liberale Studierendenvereinigungen zuzähle und die zweite Seite, die BesetzerInnen, Gras, Vsstö und manche Fachschaftslisten, um es ÖH-Politisch zu erklären.
Die einen, schreien, scheinbar voller selbsthass, nach Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren, Knock-Out-Prüfungen, Studium als Berufsausbildung und Studium in mindestzeit. Während das andere Lager freien Studienzugang, freie Bildung, Freiraum in der Bildung, Studierendenförderung und mehr öffentliches Geld für Bildung und Wissenschaft fordern.
JedeR der/die mich kennt, ist auch über meine Einstellung zu dieser Thematik informiert, jene, die es bisher nicht wussten und an der Färbung des Textes noch nicht erkennen konnten, ideologisch sehe ich mich als Angehöriger der zweiten Gruppe. Trotzdem suche ich einen „bachalwoamen“ Kompromiss mit dem möglichst alle Beteiligten zufrieden sind. Und ich glaube selbigen heute gefunden zu haben.
Wir sollten parallel zum öffentlichen Hochschulsektor einen Privaten Hochschulsektor ins leben rufen. Ein System ähnlich dem der USA. JedeR Studierende hat fortan die Möglichkeit zwischen privatem und öffentlichem Bildungssektor zu wählen. Natürlich müssten öffentliche Hochschulen, entgegen der momentan geplanten Maßnahmen, ein massives Budget-upgrade erhalten, um einer zweiklassen Bildung vorzubeugen.
Konkret habe ich mir das so vorgestellt:
Jene Studierenden, die auf finanzielle und andere Aufnahmehürden bestehen, oder diese gerne in unser Bildungssystem eingeführt sähen, dürfen sich an eigens für Sie eingerichteten privaten Hochschulen inskribieren. Selbige müssen natürlich finanziert werden, dies wird allerdings nicht über die öffentliche Hand passieren, weil ein kleiner Studienbeitrag ist für jeden Leistbar, auch für Familien mit einem Montaseinkommen von 1500€ sind 370€ leistbar! Dementsprechend können wir unseren „reiche-Eltern-für-alle“ KollegInnen einen ähnlichen aliquoten Anteil vom elterlichen Einkommen abzweigen. Bei Familien mit einem monatlichen Budget von €3000 würde ich vorschlagen so zwischen 700€ und 1000€ pro Semester zu verlangen.
Und damit das ganze rentabel bleibt, bzw. jeder auf seine Leistungserbringung seitens der privaten Hochschule kommt, führen wir zusätzlich zum finanziellen Aufnahmekriterium noch eine Aufnahmeprüfung ein und nach einem Semester sind verpflichtend „Knock-Out-Prüfungen“ zu veranstalten, mit anschließenden Parties.
Das Groß der Studierenden darf weiterhin gratis an öffentlichen Hochschulen studieren, das Wissenschafts-Budget wird auf 2% des BIPs aufgestuft und bei bedarf können noch weitere Mittel gelockert werden.
Kurz ein Schimmer der Hoffnung auf meiner Twittertimeline, dann wars auch schon wieder vorbei. Klingt jetzt unspektakulär und übertrieben, aber ich glaub wenn ich mich sofort in einen Zug gesetzt hätte wär ich in Wien angekommen im Regen und die Räumung wäre bereits über die Bühne gegangen gewesen.
Kurz die Fakten: Laut meiner Twitter Timeline wurde das Audimax um ca 18:00 besetzt, nachdem davor das Rektorat der Uni Wien kurz besetzt war. Grund für den Radau war, so wie ich das heraus gelesen habe, dass der C1 für Studierende gesperrt wurde, die Schlösser wurden ausgetauscht. Begründung des Rektorats: “Der Bedarf war nicht mehr erkennbar.” Scheinbar hat sich das Rektorat der Uni Wien da aber getäuscht, zumindest war der Bedarf so massiv, dass das #Audimax sowie das #Rektorat kurz darauf gestürmt wurden.
Der “Oberst” der Uni Wien lies aber sofort nach der Besetzung(18:00) durch die Staatsgewalt räumen(ca 19:30). Zur Studienzeit des Rektors hätte es das vermutlich nicht gegeben. Auch im Herbst vergangenen Jahres war das für viele noch unvorstellbar, aber im Jahr 2010 wo das Bildungsministerium in der Starken Hand einer Steirerin ist, ja ich schäme mich, scheint das eine angemessene Handhabe gegen Protest zu sein.
Heute wird die intellektuelle Elite von morgen nieder geprügelt, unsere PolitikerInnen, unsere Rektoren, die heutigen Führungskräfte vergessen, dass die Generation, welche heute per Polizei entfernt wird, wie es in Diktaturen Gang und Gebe ist, bereits morgen das politische Ruder übernehmen könnte.
Und jetzt ein kleiner Ausblick was unsere jetzigen Führungskräfte morgen erwarten könnte. Vielleicht eine Mahnung?
Politiker-Pensionen werden gekürzt und auf ein Mindestmaß reduziert, oder wie wir es nennen werden, an die Leistungen zur aktiven Zeit angepasst. Auch so mancher Uni-Rektor wird die, leider notwendigen, Sparmaßnahmen spüren, da sein Vorgehen als “Machthabender” als undemokratisch eingestuft wird.
Die Führungsriege der ÖVP und SPÖ wird auf Schadensersatz im Namen der Volkswirtschaft verklagt. Die RichterInnen durften zu Ihrer Studienzeiten die unmittelbaren Folgen der Bildungs- und Wissenschaftspolitik jener Verantwortungsträger spüren. Sie mussten andere aus dem Studium kicken um selbst einen Abschluss zu erlangen und werden noch immer von Schuldgefühlen geplagt. Es wird als angemessene Entschädigung empfunden, die Privatvillen und Autos von Faymann, Pröll, Karl, Hahn & Co um zu widmen. So werden aus den Villen selbst verwaltete Studentenheime und aus den Autos Taxis für minder bemittelte Studierende.
Es sei denn, wir vergessen bis dahin was uns widerfahren. Und es geht gleich oder noch schlimmer weiter.
Und was uns auf dem Weg dorthin noch bevor steht? Hunderte klein und kleinst Demonstrationen, Kurzbesetzungen, Proteste und zig-tausende Twitter und Facebook Meldungen. Eine längerfristige Besetzung wie im Herbst 2009 wird es wohl kaum mehr geben, polizeilich wird da vermutlich in Zukunft, nachdem die Hemmschwelle endgültig weg ist, einfach schneller reagiert oder vielleicht wird auch ein beträchtlicher Teil des Uni-Budgets für Sicherheitskräfte ausgegeben, die dafür sorgen, dass keine Studierenden auf den Unis sind.
Mir stellt sich leider die Frage ob ich von meinem Land weiterhin behaupten soll dass es sich um eine Demokratie handelt, ich werde wohl in Zukunft Österreich eher als “eine westliche Diktatur” bezeichnen (müssen).
“ach hör doch endlich auf mit diesem gender scheiß! des is diskriminierend!”
Hat unlängst eine Freundin von mir auf einen gegenderten Satz geantwortet. Ich würde niemals behaupten sie ist sich ihrer Rechte nicht bewusst, oder sie unterwirft sich dem Mann. Sie ist nur eine der Frauen, die unter den “faschistischen Hardcore-Fetisch-Emanzen” leidet. Die klassischen Feministinnen haben leider den Wandel der Zeit noch nicht mitbekommen.
Vor 30 Jahren, vor 40 Jahren vor 100 Jahren hatten Frauen de facto keine Rechte, um diese Rechte zu erlangen musste eine absolute Gegenposition zum damaligen politischen und gesellschaftlichen Weltbild geschaffen werden. Ich behaupte eine Sensibilisierung für die Rechte der Frauen ist erfolgt, viele Unrechte wurden beseitigt, oder es wird noch immer an der Beseitigung gearbeitet. Die absolute Gegenposition ist daher veraltet. Langsam aber doch sollte das faschistische Weltbild der Feministinnen ein wenig aufgeweicht werden und mit Realität angereichert werden. Im öffentlichen Bereich, in der Technik, überall haben sie ihre “Quotenfrauen” bereits erreicht.
Wo kann man nun noch kämpfen? In der Sprache, die Sprache ist zu maskulin, Frauen werden in der deutschen Sprache vernachlässigt. Es muss jetzt auch Technikerinnen geben es muss Landeshauptfrauen geben, es muss Kontrolleurinnen geben, jede Berufsbezeichnung bedarf einer weiblichen zusätzlichen Form. Die Germanistin, die Politologin, die Callcenter Agentin, die …. und selbstverständlich muss jeder Satz möglichst Geschlechtsneutral formuliert werden.
Für das Amt des Bundespräsidenten / der Bundespräsidentin kandidieren zwei Männer und eine Frau. Wir suchen eine/einen Mitarbeiter/Mitarbeiterin als Callcenteragent/Callcenteragentin.
Wer kann derartige Sätze noch lesen?!? Und was veranlasst mich jetzt derartige Formulierungen zu fabrizieren? Die erste Teilantwort ist wohl ganz klar die eines Technikers, weil ich es kann. Ein weiterer Grund warum ich gendere ist wohl Prävention, wenn ich präventiv gendere wird wohl nie eine Faschistin auf die Idee kommen mich anzugreifen dass ich mich nicht korrekt ausdrücke. Und da hätten wir dann auch schon eines der größten Probleme, solange ich über minimale Intelligenz verfüge kann ich hinter meiner Maske des genderns der schlimmste Anti-Feminist sein und von den faschistischen Feministinnen geliebt werden.
Unterm Strich ist und bleibt gendern wohl ein schwieriges Thema. Ich werds wohl weiterhin nach Lust und Laune machen oder auch nicht. Andere werdens weiterhin verweigern und wieder andere werdens weiterhin fordern. Und die Welt wird sich wohl auch kaum durch weibliche Ausdrücke in der deutschen(!) Sprache zum besseren wandeln, oder? Die Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts gleich zu behandeln, gleich zu respektieren und gleich zu berechtigen ist für mich auch ohne gendern selbstverständlich, da bedarf es keiner Männerhasserinnen, deren sexuelle Frustration sich auf ihre sozialen Umgangsformen auswirkt wodurch sie sich genötigt sehen der deutschsprachigen Welt eine neue Sprache aufzuzwingen.
Trotzdem, gendern kann lustig sein, wenn mann es verspielt macht.