
Strache in Gleisdorf 1
Gestern war ja so mehr oder weniger der letzte Tag des Wahlkampfes in der Steiermark. Und da hat sich klein Adolf nach Gleisdorf verirrt. Was der Wiener Spitzenkandidat der FPÖ mit dem steirischen Wahlkampf am Hut hat sei dahin gestellt. Bei den anderen Parteien war eine derartige Atkion nicht nötig, hier scheint es genügend qualitative MitarbeiterInnen zu geben um einen Wahlkampf bundeslandautonom zu bestreiten.
Josef Pröll war nicht in der Steiermark, Eva Glawischnig musste nicht als Zugpferd eingesetzt werden, ob es beim BZÖ im Moment soetwas wie einen Parteiobmann gibt sei dahin gestellt, zumindest ist er nicht Medienpräsent und dadurch erübrigt es sich wohl auch ihn als Wahlkampfhelfer ein zu setzen und auch Werner Faymann und Michael Häupl blieben in der Bundeshauptstadt.
Strache in Gleisdorf 2
Da ich als Gutmensch es nicht dulden kann, dass die FPÖ eine Wahlveranstaltung mit Verhetzung betreibt ohne dass ich mich dagegen stark mache, speziell wenn es in meiner “Wahlheimatgemeinde” statt findet, war ich, zugegebenermaßen relativ kurzfristig als Zeichensetzer gegen Faschismus und Hetze in Österreich auch angerückt. Insgesamt hatten sich um die 20 Personen gegegen HC Strache versammelt, und geschätzte 100 Personen pro HC Strache.
Die Situation wurde durch die massive Präsenz der Polizei sowie Securitys von HC Strache absurd. Es versammeln sich 20 Menschen um zu zeigen sie unterstützen diese Politik der Hetze und des Hasses nicht und werden dafür seitens der Exekutive behandelt als wären Sie ein Haufen linksextremer gewaltbereiter VerbrecherInnen.
Strache in Gleisdorf 3
Einer jugendlichen wurde eine Tomate, die sie im begriff war zu essen von einem Security(Bild 1 mit karriertem Sakko) abgenommen. Dass es sich dabei um Diebstahl bzw. möglicherweise sogar Raub(da mit Gewalt) handelte wurde seitens der anwesenden Exekutivbeamten übersehen! Auf meine Aufforderung hin der Dame die Tomate zumindest finanziell zu ersetzen griff er zu seinem Handy und gab vor Telefonieren zu müssen.
Da sich diese Person offensichtlich für Müll und dessen Trennung zuständig fühlte wollte ich ihm später meine Bier Flasche überreichen, damit er sie gewissenhaft entsorgen könnte. Auf dieses Angebot erwiederte er wieder mit einem Handygespräch.
Strache in Gleisdorf 4
Als ich die Veranstaltung zwischenzeitig verließ wurde ich von einem Security bis ich außer sichtweite war mehr oder minder begleitet, sprich er verfolgte mich und meine BegleiterInnen.
Nach ende der Veranstaltung durften sich alle ein Autogramm von Ihrem Führer und Idol holen. Ein Junger Gleisdorfer wurde von oben bereits angesprochenem Security ermahnt seine Bierflasche zu entfernen, da er sonst nicht zu HC Strache vorgelassen würde. Wie sich herausstellte handelte es sich nicht nur optisch um einen HC Strache anhänger sondern auch ideologisch und er wollte seinem Idol lediglich eine Flasche Bier schenken, sein Fehler war wohl dass er uns kannte.
Strache in Gleisdorf 5
Für mich sah die Situation noch ein wenig anders aus, ich wollte mir auch ein Autogramm holen und die Situation nutzen das eine oder andere Wort mit dem Idol all dieser Menschen zu wechseln.
Zum Beispiel wollte ich ihn Fragen wie er vom Sparen predigen konnte und mit riesigen Autos angefahren kommen könne die wohl um eine Million Schilling kosteten. Da ich aber bei der Veranstaltung nicht im “normalen” Publikum war sondern bei den Faschismus geängstigten wurde mir selbst das verwährt. So viel zu den ersten Worten von HC Strache, “Wir tollerieren andere Meinungen…”.
Strache in Gleisdorf 6
In meinen Augen war es ein Sieg für die “Linke”, seine Veranstaltung wurde nicht gestört, eine kleine Gruppe hatte sich versammelt und zeigte, dass man die von Ihm verbreitete Hetze nicht tolerieren will.
Sollte jemand in den nächsten Tagen über den Gleisdorfer Hauptplatz spazieren und eine Grabkerze vorfinden, diese wurde von mir platziert. Eine stille Botschaft und ein Stilles Zeichen gegen Ausländerhetze, Volksverblödung…
Posted on 25 September '10 by leningratt, under National, Politik. 10 Comments.
Am 7. August 2010 war Konstantin Wecker wieder einmal zu Gast in Gleisdorf. Alle Interessenten wurden ins Forum Kloster gebeten. Man mag es kaum glauben, aber es waren mehr Interessenten als man vermuten mag. Immerhin ist Wecker 1947 geboren und doch schon 63(!) Jahre alt. Und seine goldenen Zeiten hat er wohl auch schon länger hinter sich. Trotzdem war das Forum Kloster in Gleisdorf fast ausverkauft. zwischen 400 und 500 Konzertgäste, ein voller Erfolg für die Veranstalter und den Künstler.
Die Freude am Spiel konnte man Konstantin Wecker durchaus ansehen, er lobte den Saal, und vor allem spielte er die zweite hälfte fast 2 Stunden! Und das nach einer ersten Hälfte die auch schon eine Stunde gedauert hatte. Seine Publikumsinteraktionen hat er, seit ich ihn das letzte mal gesehen habe(2005) ausgebaut, er ging 2 mal ins Publikum, spazierte im Publikum herum und besang das Publikum von der letzten Reihe.
Im Forum Kloster hab ich das Glück ein wenig hinter die Kulissen schauen zu dürfen und wenn ich das nicht alles komplett Falsch eingeschätzt habe waren die Veranstalter mit Konstantin Wecker und dem Konzert, bzw. der Anzahl der Besucher sehr zufrieden. In der ersten Hälfte gab es Beschwerden über den Ton, nach der zweiten Hälfte kamen die gleichen Konzertgäste die sich davor beschwert hatten und lobten den Ton, Konstantin Wecker hatte übrigens seinen eigenen Tontechniker mit, dem Team vom Forum Kloster Gleisdorf ist daher diesbezüglich kein Vorwurf zu machen.
Die Lichttechnik, sowie das Lichtmischen wurde vom Team des Forums gemacht und wieder einmal wirkte es als wäre es von einem mitgebrachten Techniker gekommen der jede Bewegung, jedes Lied, jeden Ton schon vorab kannte.
Es war auf jeden Fall ein schwerst sehenswertes Konzert, Konstantin Wecker hatte, so man verschiedenen Äußerungen glauben konnte einen guten Tag, und er unterstrich das als er mir, auf mein “betteln” hin eines seiner Bücher schenkte. Danke nochmal an dieser Stelle.
Posted on 11 August '10 by leningratt, under Konzerte, Musik. No Comments.
Werbung in eigener Sache. Heute tritt die Band botschArt, deren Teil ich bin in Gleisdorf auf. Im Rahmen der Einraum-Vernisage des Monats August “Das Woidèlsche Werk – Skulpturentanz im einraum“. Um 18:30 beginnt die Vernisage, wir dürfen diese musikalisch Umrahmen. Das Konzert wird auf Facebook seit einigen Tagen beworben. Die Band hat (bisher) auch nur eine Facebook Seite und keine andere Webpräsenz. Songs gibt es derweil noch keine zum Download, nach dem Konzert wird es aber möglicherweise ein “Bootleg” geben. Das wird aber definitiv über twitter, Facebook etc. noch bekannt gemacht, also auf “gefällt mir” klicken damit ihr die Updates bekommt
Wir Freuen uns auf alle Gäste die uns im WIR besuchen kommen.

botschArt
Geschrieben vor Monaten, es nicht gewagt zu veröffentlichen, gehindert durch die Angst jemandem ans Bein zu pinkeln. Nach mehreren Monaten und einem erfolgreichen Selbstversuch, wage ich nun den Schritt es der Welt an den Kopf zu werfen.
Nein, ich habe keinen Bock mehr auf, du krall zuwa, Smalltalk, oberflächlichen, böse Blicke ernten, warten, bis ich mich frustriert aus dem Dschungel der Lügen zurückziehen darf, keinen Spaß zu haben, mit nirgendwem, irgendwen nach hause kutschieren, in dem Wissen niemals eine Gegenleistung erwarten zu können, geschweige denn sie zu erhalten, noch mehr Smalltalk, mit irgendwem für einige Minuten das Lokal verlassen, dieses und jenes machen, unbegeistert, sitzen und fadisieren, langweilen bis hin zu blöd drein schauen. Noch nen Eistee bestellen damit ich mir einer Beschäftigung, dem trinken widmen kann. Mit irgendwem auf beste Freunde machen, dessen Nachnamen und Kontaktdaten mir zur Gänze unbekannt sind. Künstlich den Eindruck zu erwecken, als würde mich das Schauspiel amüsieren.
Erinnert mich an Trainspotting, wie so vieles, Mark Renton verabschiedet sich von dem Leben das er hatte um ein neues zu beginnen. Hoffnungsvoll und doch Hoffnungslos und triste. Ich denke die wenigen Personen, denen diese Zeilen nicht gewidmet sind wissen wer sie sind.