Langsam glitt sein Körper durch die verschnörkelten Gassen der Stadt. Sein Blick schweifte die Häuserfronten empor, sie verdunkelten die Gassen, selbst zur Mittagszeit. Eine dämmrige Stimmung, Mordgens bis Abends, als würde die Zeit still stehen, als wäre immer später Nachmittag oder früher Abend. Fürs Morgengrauen war es zu düster, zu träge und traurig. Der Morgen hat selbst bei widrigsten Bedingungen etwas positives in sich, das dürfte den Menschen hier zur Gänze unbekannt sein.

Normalerweise mochte er den Klang seiner Schuhe, seiner Absätze, doch jetzt war es ihm unangenehm. Der Klang prallte von den kalten Mauern ab, kam zu ihm zurück. Echo verfolgte ihn, war ihm voraus, jagte und begleitete ihn durch die Gassen. Er variierte seine Geschwindigkeit versuchte das unangenehme am Klang seiner Schritte zu entfernen, verlegte sein Gewicht zu den Zehen. Doch das trippeln seiner Absätze blieb bestehen, wollte nicht aufhören. Vermutlich machte die Leere der Gassen es erst richtig unangenehm, höchst wahrscheinlich sogar. Er fragte sich, ob er einfach nicht mit sich selbst alleine sein konnte, ob es daran liegen mochte und ob das wohl mal anders war. Seine Füße bewegten sich weiter, bald ging er um eine Ecke, bald in eine andere Gasse. in Gedanken noch immer bei dem Klang seiner Schritte, manchmal, da konnte er es genießen einen Fuß vor den anderen zu setzen und dabei den Klang seiner Fortbewegung zu lausen, was es jetzt so unerträglich für ihn machte war ihm noch immer nicht ganz klar als er in eine der belebteren Straßen einbog. Seine Schritte, der Klang seiner Absätze war verschwunden, ersetzt durch das fremdartige geplauder der Menschen in der Straße. Er hielt einen Moment inne, beinahe hätte ihn sein Hintermann nieder gerannt, konnte aber noch rechtzeitig einen Satz zur Seite machen, dass es unserem Protagonisten nichtmal auffiel… Part II

Kategorien: GeschichtenKunstSprache

leningratt

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6 Kommentare

Axel Schauperl (@excalibaxe) · 27. März 2011 um 19:21

RT @LeninGratt: tippseltippselfertig – Urbania – Part I http://bit.ly/feEIvS

irgenda name · 27. März 2011 um 23:19

über psychotischen schub lässt si streiten hehe… owa nice…

Urbania – Part II » blog.leningratt.at · 17. April 2011 um 12:02

[…] Part I … Seine Augen schweiften langsam von dem kleinen Cafe mit den Stehtischen die als Gastgarten fungierten, von seiner Linken über die Auslagen eines kleinen mit Modekleidern gefüllten Ladens über die Frauen und Männer die sich über die gesamte Breite der Straße von ihm weg und ihm entgegen bewegten bis zum Friseurladen und der imbissbude rechts von ihm. Ein frisch frisierter junger Mann im Anzug verlies den Friseur in eben diesem Moment. Seine Haare waren dunkel, mittel lang, also nicht Schulterlang aber auch nicht kurz geschnitten. Er hatt einen dieser typischen Schönlings Haarschnitte, die immer fettig und ungewaschen wirken durch das Gel, das den Stirnhaaren die rundliche Form gibt. Ein wenig Angewiedert vom schlechten Geschmack der Welt setzte er sich wieder in Bewegung. […]

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