Google weiß wer es mächtig macht

Nachdem im moment jede_r über Ägypten bloggt werde ich wohl auch über Google bloggen. Okay, Google im zusammenhang mit der Twitter Revolution in Ägypten. Vorweg sollte ich aber noch klar stellen, dass ich vermutlich weniger Experte bei der Ägypten-Revolution bin als mir lieb ist, da ich den 3 Wöchigen Protest nicht die ganze Zeit verfolgen konnte. Die ÄgypterInnen haben 3 Wochen auf den Straßen ausgeharrt und so das Regime zugunsten seiner Militärs zu stürzen.

So kritisch die Revolution auch gesehen wird von vielen. Ich persönlich halte diese Revoltuion für das vermutlich wichtigste Ereignis(bisher) im 21. Jahrhundert. Und wir hatten schon einige wichtige Ereignisse. 911, Irak-krieg, Afghanistan-Krieg könnte man hier nennen. Und alle Ereignisse die Weltpolitisch wichtig sind/waren die ich jetzt vergas seien mir verziehen.

Grob umrissen wurde über das Internet ein Protest organisiert. Die logische Reaktion des Ägyptischen “Präsidenten” war das Internet offline zu nehmen. Die Organisatoren konnten nicht mehr twittern oder facebooken, auch SMS wurden deaktivert. Und in diesem Moment zeigte Google wieder einmal welches Gesicht es hat. Es wurde ein Service onine gestellt mittels dessen man per Telefonanruf Twittern konnte. Oder Tweets abhören konnte. Ob dieses Service irgend einen Sinn hatte, in Anbetracht dessen, dass die Telefonnummer natürlich auch einfach Blokierbar ist und es keinesfalls eine Ähnliche Reichweite erreichen kann wie ein simpler Tweet den das gesamte Netz(also nicht Ägypten) sehen kann, sei dahin gestellt.

Aber Google hat wieder einmal aufgezeigt, dass es Innovativ ist und immer gerne mit einer Helfenden Hand den Massen hilft. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen dass die nächste Revolution nicht in der Prüfungszeit stattfindet!

Posted on 13 Februar '11 by , under International, Politik. 1 Comment.

Das Marken-ich

Nachdem ich das Buch “Alles Ware” von Robert Misik gelesen habe und sich dieses Buch nur mit Marken, Waren und der Konsum und Lifestyle Gesellschaft beschäftigt wurde es für mich auch mal Zeit mich mit Marken und Waren zu beschäftigen. Dieses Buch hat in mir einen Denkprozess beendet oder vervollständigt, der schon lange begonnen hatte .

Ich bin eine Marke, ich bin nicht die Summe meiner Handlungen, ich bin nicht was ich esse, ich definiere mich nicht über meine Tätigkeiten, ich bin nur ein Werbeträger, der auch noch dumm genug ist für das Tragen der Werbebanner zu bezahlen. So könnte man das wohl überspitzt ausdrücken. Die Hose aus dem Jeans Store, das T-Shirt als Band Werbung, das Sakko als Werbung für meine Seriosität, die Schuhe als Werbung für Extravaganz oder Hipness, das Handy als Werbung für Fortschrittlichkeit. Robert Misik beschreibt es ganz gut, man kauft ein Gefühl, man kauft nicht nur die Funktionalität, Paradebeispiel iPod, iPhone und ähnliche Produkte. Und es gibt kein entrinnen, ich kaufe Immer und bestimme immer einen Trend mit.

Nun aber zurück eigentlich möchte ich doch darauf eingehen, dass ich, der ich bin nicht mehr und nicht weniger als eine Marke bin. Jeder Mensch ist seine eigene Marke und setzt sich zusammen aus anderen Marken. Ich trage bestimmte Kleider verwende bestimmte Tools, benutze bestimmte Software, verwende gewisse Wörter, höre bestimmte Musik, habe meine eigenen Bewegungen… Und viel wichtiger noch, ich definiere mich selbst, ich präsentiere mich. Ich definiere mich durch mein Äußeres sowie durch meine Äußerungen und Handlungen, aber am klarsten noch durch mein Äußeres.

Und wieder sind wir beim Web 2.0, bei Facebook, bei Twitter, bei mySpace, bei YouTube und Co. Hier habe ich die besten Möglichkeiten mich selbst zu Präsentieren, einige Freunde von mir erkanntes dies bereits in der Anfangszeit von MySpace und betrieben diesen Selbstkult, diesen Ich-Kult ganz massiv. Lange Zeit habe ich das Verwehrt, ich möchte nicht im Netz jemand anders sein als ich es in Wirklichkeit bin und ich selbst habe mich immer als relativ “Echt” gesehen. Mittlerweile setze ich natürlich das Web bewusster ein, versuche manchmal sogar ein Bild von mir zu schaffen das eher einem Ideal von mir entspricht.

Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte, jede_r ist ein kleine_r Marketing ExperteIn, ein_e Web Monitoring ExperteIn. Für den Erfolg in dieser neuen transparenten Welt ist es erforderlich, dass ich meine Google Hits weiß und bewusst lenke, dass ich dafür Sorge, dass über Google, Yahoo und Co nur Information von mir gefunden werden kann, die mich in ein positives Licht stellt. Übertreiben darf man allerdings nicht, weil jemand der im Netz nicht zumindest einmal auf einem Partyfoto ist, bei dem kann etwas nicht stimmen, jemand der nicht zumindest einmal irgendwo in einem Forum Blödsinn gepostet hat, der kann nicht echt sein. Also diese Suchergebnisse muss es durchaus geben, sie sollten aber nicht auf der ersten Seite sein.

Und wenn wir gerade nicht damit beschäftigt sind uns selbst zu googeln um zu erfahren welche Webpräsenz von uns an welcher Stelle von Google gereiht wird, dann nutzen wir die selben Tools um andere Menschen anhand Ihrer Webpräsenz einzuschätzen. Viel zu oft vergessen wir mittlerweile, dass eine Webpräsenz keinen Wahrheits oder Realitätsanspruch stellen kann. Fritz Fotzenbuch ist eine rein fiktive Person. Irgendwessen Hirn entsprungen als Symbol für genau sich selbst stehend, als Symbol für eine fiktive Person in einem immer realeren fiktiven Raum.

Posted on 2 August '10 by , under Nachgedacht, Technik. No Comments.

Suchmaschinenüberwachung Mails an unsere MEP

So mal eine Aufforderung an alle meine LeserInnen. Die Piratenpartei Österreichs macht darauf aufmerksam, dass das europäische Parlament über die Einführung einer Suchmaschinenüberwachung nachdenkt. Und ratet mal wie das Argumentiert wird? Kinderpornographie genau. Details entnehmt bitte dem Blog von Crhistian Engstrom, dem schwedischen Piraten im Europa Parlament.

Ein vorgefertigtes Schreiben findet Ihr auf der Homepage der Österreichischen Piratenpartei. Und um euch die Arbeit des Copy Pastens aus dem PDF zu sparen in dem Die ParlarmentarierInnen aufgelistet sind hab ich hier die Texte personalisiert online Gestellt. Samt zugehöriger Mailadresse :)

Andreas Molzer, Angelika Werthmann, Elisabeth Koestinger, Ernst Strasser, Eva Lichtenberger, Evelyn Regner, Franz Obermayr, Hannes Swoboda, Hella Ranner, Hans-Peter Martin, Jörg Leichtfried, Karin Kadenbach, Martin Ehrenhauser, Othmar Karas, Paul Ruebig, Richard Seeber, Ulrike Lunacek

Die Abgeordnete Eva Lichtenberger ist über diese Thematik bereits informiert, ebenso dürfte auch Ulrike Lunacek Bescheid wissen, wir könnten den beiden die Mailflut somit ersparen. ;-) Bei den obigen Files kann es übrigens Sein, dass Ihr im Browser die Zeichenkodierung manuell Einstellen müsst, Ansicht -> Zeichencodierung -> UTF8(Unicode) beim Firefox.

Posted on 14 Juni '10 by , under International, Politik. 1 Comment.

Youtube kopiert Facebook Layout

Am 1. April 2010 hat Facebook seinen Siegeszug über das Web auf eine neue Stufe gestellt. Der größte Internetkonzern, Google, kopiert das Facebook Layout für eine seiner Töchter, Youtube. Von einem Tag auf den anderen gibt’s nur mehr ein “Like” “Don’t Like” anstelle eines komplexen “5 Sterne Rating Systems”. Der Mensch wird langsam dazu erzogen wie ein Computer zu denken. Null oder Eins? Gefällt dir das Video oder nicht? Dass mir das Video gefallen kann aber eben nicht 100% sondern nur 80% die möglichkeit kann ich wohl nur mehr durch 4x Like 1x Not Like ausdrücken.

Die Optionen ein Video zu teilen wurden optimiert wenn man so will. Es gibt nun von Youtube 9 Möglichkeiten das Video bekannt zu machen, Email, Facebook, Hi5, Twitter, MySpace, StumbleUpon, Orkut, Live Spaces, und natürlich kann man auch noch die URL kopieren, die ist aber nun versteckt, zuerst muss man auswählen dass man das Video “Weiterleiten” will.

Eine Neuerung die mir sehr gut gefällt ist die Änderung von ähnliche Videos und Videos vom gleichen Veröffentlicher. Erstere findet man Rechts vom aktuellen Video und Letztere erscheinen nach einem klick auf ein DropDown signalisierendes Feld, oberhalb des Videos. Allgemein hat Google das Design vereinfacht und tiefer gehende Funktionen werden erst angezeigt wenn man das entsprechende “DropDown” auswählt. Die Startseite hat sich nicht geändert, zumindest nicht auf den ersten Blick.

Kurz, gelungene Umstellung, schätze mal mehreren Usern is sie noch nicht einmal aufgefallen. Dezent und trotzdem eine Änderung die vermutlich in die richtige Richtung geht.

Posted on 2 April '10 by , under Dieses und Jenes, Technik. No Comments.

Google for a better world

Faszinierend. Google ist Böse, Google speichert deine Daten, Google weiß alles über dich. Und trotzdem setzt sich Sergey Brin für Meinungsfreiheit und Informationsfreiheit ein. Der Standard berichtete über den Rückzug von Google aus dem China Markt, dem schnellst wachsenden Markt, der vermutlich in den nächsten Jahren(meine persönliche Einschätzung) eine größe erreichen wird, die die des europäischen und des amerikanischen Marktes übersteigen wird.

Keiner kann es oder will es glauben, Google tritt für das ein wovon es am meisten profitiert. Suchen, bei denen keine bestimmten Treffer ausgefiltert und vielleicht auch noch gemeldet werden müssen. Natürlich ist es für Google ein leichtes das hand zu haben was “der  Chinese” von ihnen will, immerhin machensie doch bei Werbung auch genau das, trotzdem scheint es nicht den Prinzipien der CEOs zu entsprechen.
Mich persönlich erfreut, dass Google damit scheinbar einen Trend auslöst oder bereits ausgelöst hat. Andere Unternehmen verlassen den chinesischen Markt ebenfalls.
In diesem Sinne… “Google for a better world” Mt Fuji
Nachlese:
http://derstandard.at/1269448163451/Zwei-weitere-Internet-Unt
http://derstandard.at/1269045769944/USA-Ende-der-Google-Selbs

http://derstandard.at/1269045792300/China-reagiert-mit-Blocka

Posted on 28 März '10 by , under Uncategorized. 1 Comment.

Übersprunghandlung(en)

Übersprunghandlungen, das Wort hab ich jetzt seit Jahren gesucht, kennen gelernt durch den Biologie Unterricht in der AHS bei Prof. Mag. Schellauf und so oft verlockt gewesen es anzuwenden, bloß wie, wenn man nicht weiß wie es heißt. Einmal mehr hat mir Google seine Effektivität und  Wichtigkeit unterstrichen. Mal kurz gegoogelt und schon gefunden.

Ähnlich wie mit Heinrich Bölls Zitat: “Höflichkeit ist die sicherste Form der Verachtung” vor langer Zeit von einem Freund an den Kopf geworfen bekommen und dann leider vergessen, gleich wie er und seit ein paar Wochen hätte es oft gut getan es zu sagen. Bis ich dann auf die Idee komme “Höflichkeit Verachtung” zu googeln und siehe da, Google weiß sofort worum es mir geht und verweist mich auf WikiQuote.

Wie würde man in so einem Fall ohne Internet vorgehen?

Posted on 14 März '10 by , under Dieses und Jenes, Nachgedacht, Uncategorized. No Comments.

Wers nicht im Kopf hat…

…hats in den Füßen. War eine Redewendung die früher vielleicht mal aktuell war. Ich habs offensichtlich nicht im Kopf, mein virtueller Server ist aufgrund eines Hardwaredefekts des echten Servers vernichtet worden und ich hatte keinerlei Backup erstellt, obwohl sich das Problem bereits seit Jänner/Dezember abzeichnete. Aber in den Füßen/Beinen hab ichs deswegen wohl nicht. Ich musste mich ja nicht bewegen, um meine Daten wieder herzustellen, Moment, das wird wohl nicht möglich sein.

Aber was is meine Konsequenz die ich zu tragen habe, dafür dass ich so dumm war meinen Server nicht zu backupen? Stundenlang wieder den Server aufsetzen, dann das CMS installieren und dann, dann irgend woher die Inhalte wieder herstellen. Der erste Teil konnte innerhalb eines Tages abgeschlossen werden. Für Schritt zwei mangelt es leider an Motivation, weil dieser Schritt zwar in kürzerer Zeit noch zu absolvieren wäre, aber dann der letzte Schritt unmittelbar bevor stünde. Entweder eine Datenbank ins Joomla einspielen die über ein halbes Jahr alt ist und dann irgendwas daraus machen, oder “alles neu”.

Die Entscheidung war dann kurzfristig mal auf WordPress.com umzusteigen und vielleicht mittelfristig oder sogar langfristig dabei zu bleiben. Denn es hat sich mal wieder bewiesen, dass Daten die irgendwo abgelegt sind, wo man selbst nicht verantwortlich ist höhere Haltbarkeit haben als Daten die irgendwo gespeichert sind wo man selbst verantwortlich ist.

Meine Google Docs sind unbeschädigt, meine Twitter Einträge sind alle da, meine Facebook einträge sind alle da, meine Videos auf Youtube sind alle da, weg ist nur was auf meinem privaten Server war. Angenommen ich hätte auch meinen Mailexchange über meinen Server abgewickelt, alle Mails wären weg, Gott sei dank macht das Google für mich.

Je unsicherer man Daten abspeichert, umso mehr Menschen haben darauf gewollten oder ungewollten Zugriff und umso leichter ist es sie wieder her zu stellen. Und so schlimm es klingt, eine Kranke wie Google werden unsere Daten immer am besten sichern, positiv oder nicht? Je größer das Unternehmen bei dem man seine Daten ablegt, umso wahrscheinlicher dass mindestens ein Backup gemacht wird, Image. Abschließend bleibt nur noch zu sagen “… hat dafür die Zeit.”

euer aljoscha

Posted on 10 März '10 by , under Dieses und Jenes, Uncategorized. 2 Comments.

blank info