Also was ich mir letztens mal gedacht habe, viele Streitereien, Raufereien usw. entstehen ja weil jemand dem Feindbild eines anderen entspricht. Zur Veranschaulichung folgendes Beispiel.
Eine Person die leicht “rechts” und ausländerfeindlich eingestellt ist, hat natürlich auch ein Auftreten und Wortschatz etc. der diese Einstellung oder Feindseligkeit widerspiegelt. Natürlich auch gegenüber AusländerInnen. Durch dieses “feindselige” Auftreten kommt es dann natürlich zu Reaktionen die ähnlich Feindselig sind, gewalttätige Übergriffe, Beschimpfungen etc. Das Vorurteil wird bestätigt.
Also würde ich fürs erste Vorschlagen, dass jede_r von uns für einen Tag mal irgendwo hin geht, wo er/sie Vorurteile hat, diese zuhause lässt und sich davon überraschen lasst wie anders Menschen sich verhalten wenn wir Vorurteilsfrei auf sie zu gehen.
Vielleicht probierts ja irgendwer…
Posted on 27 Juni '11 by leningratt, under Nachgedacht. 1 Comment.
Ich verstehe es einfach nicht. Vielleicht werde ich auch demnächst in ein Gebiet übersiedeln in dem viele MigrantInnen leben um es danach vielleicht verstehen zu können. Aber vermutlich werde ich es trotzdem nicht verstehen können was Menschen daran stört, dass verschiedene Kulturen nebeneinander leben und dass verschiedene Sprachen gesprochen werden.
Meine Freundin spricht als Muttersprache Polnisch und ich beneide Sie für das Zweisprachige aufwachsen. Viele Freunde von mir beherrschen mehr Fremdsprachen wie ich und auch die beneide ich darum. Also ist für mich das einzige wie ich Rassismus verstehen könnte wohl über Neid. Aber Neid ist doch irgendwo auch Bewunderung. Alle Rassisten bewundern anders aussehende Menschen?
ÖsterreicherInnen behaupten von sich selbst aufgeklärt zu sein. Aufgeklärt bedeutet aber für mich auch, dass ich nicht in vorsinnflutlichen Denkmustern verharre und nicht zwingend auf Aktion Reaktion folgen lasse. Als aufgeklärter Mensch, kann ich natürlich auch eine Glaubensbekenntnis haben, wenngleich es streitbar ist ob mensch aufgeklärt und religiös sein kann, aber dazu ein andermal mehr. Aber als aufgeklärter Mensch sollte ich doch die Werte die ich hoch halte, Demokratie, Nächstenliebe… auch anderen gönnen und somit sollte Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit doch keine Chance mehr haben, oder?
Mir und ich denke auch vielen anderen sind die Denkmuster von Fremdenfeindlichen Menschen nicht nachvollziehbar, ich möchte daher hiermit dazu aufrufen, diese zu erklären. Denn erst wenn mensch etwas versteht kann mensch vielleicht etwas dagegen tun.
Also warum bist du Rassist?
PS: Frohes neues Jahr allen
Ich studiere zwar seit kürzerem Geschichte, muss aber gestehen ich bin noch nicht sehr bewandert geschweige denn könnte ich behaupten eine Überblick über die Geschichte unserer Welt zu haben. Trotzdem ist mir, damals in der AHS schon etwas auf gefallen. Es gab und gibt immer schon Populistische Lösungen und Probleme.
Irgendwann gab es Hexen die Schuld waren wenn etwas nicht so kam wie man das wollte und die wurden dann natürlich dafür bestraft. Die Geschichte der Menschen entwickelte sich weiter, Nationalstaaten entstanden und der Jude hatte lange Zeit keinen eigenen Nationalstaat, wurde aber trotzdem toleriert, weil er für die Gesellschaft benötigt wurde. Erst unter Hitler wurde der Jude Sündenbock für alles.
Irgendwann nach Hitler und vor Strache war es dann der Ausländer. Sei es jetzt der Ungar, der Tscheche, der Slowake oder der Kroate, der Ausländer war es, er hat dich bestohlen, er hat dir deinen Job gestohlen und er ist Schuld dass der Schilling so wenig wert ist.
Irgendwo ist es der Ausländer geblieben, bis heute, aber wir haben uns spezialisiert! Nicht mehr jeder Ausländer ist böse, nur die die sich nicht integrieren wollen. Hier sei mir eine kurze Begriffserklärung erlaubt.
Integration: Unter Integration versteht man allgemein das restlose Anpassen an eine vorhandene Kultur ohne Rücksicht auf eigene Werte. Die Kulturherren haben auch von der integrierten Person nach erfolgter Integration als Herrenmenschen angesehen zu werden.
Und damit wir das nicht bei jedem Ausländer überprüfen müssen machen wir uns das ganze noch eine Spur leichter. Die Moslems, also Islamisten, die meist aus der Türkei stammen verweigern einfach die Integration. Welche nach obiger Definition auch das Ändern der Glaubensbekenntnis erfordert. Immerhin haben wir Angst vor dem Fremden!
Also Heute ist der Islamist der Bösewicht, der Islamist, der euch wenn ihr zum Bauernmarkt geht mit dem Bombengürtel um die Hüften, seiner unterdrückten verschleierten Frau an seiner Seite, auf dem Weg zum Moscheenbau begegnet.
Nachdem die Feindbilder immer konkreter werden Frage ich mich wer in 10 oder 20 Jahren das Feindbild sein wird. Der Islamist französischer Abstammung mit Wurzeln in Kanada? Oder doch der ex-Al-Quaida Schläfer, den man an seinem zuckenden rechten Auge erkennt?
Interessant ist ja, dass es auch noch ein zweites Lager gibt, das Lager der Anti-Amerikanisten, aber ich denke das gibt es auch schon seit dem 2. Weltkrieg, immerhin wurden wir damals von den USA unterworfen.
Achja und die Lösungen waren bisher noch immer und werden wohl auch immer bleiben dass man auf die entsprechende Minderheit hinhackt bis sie unterliegt und man eine neue findet. Oder man von anderen Seiten in die Schranken gewiesen wird.
Zeigt doch bitte alle mal ein Quäntchen Vernunft!
Danke.
Das Problem sind nicht die Ausländer, das Problem sind die Österreicher. Die Ausländerthematik ist eines der schlimmsten Themen die es in unserer Gesellschaft gibt. Nur um ein paar Sätze zu zitieren, die mich immer wieder an das “Kellernazitum” in Österreich erinnern.
“Ich hab ja nix gegen Ausländer, wenn sie sich integrieren.”
“Ich hab ja nix gegen Ausländer, aber die die nur zum kassieren kommen…”
Und diverse Kommentare unserer lieben Schottermizzi lasse ich jetzt mal außen vor um mich und meine LeserInnen nicht unnötig aufzuregen.
Oft wird auch Kriminalität in wahllosen Zusammenhang mit Ausländern gestellt. Dieses Bild wird leider auch von unseren Medien unterstützt, hier einen besonderen Schuldigen zu nennen halte ich für überflüssig.
Ich halte die Migration an sich für kein Problem in Österreich. Allein der Fakt, dass Österreich “veraltet” rechtfertigt schon Zuwanderung im Sinne von Immigration, das wurde ja auch in den letzten Tagen von ÖVP und SPÖ eingestanden. Die beiden Regierungsparteien denken jedoch, dass sie in der Lage sind und das Recht haben zwischen nützlichen und unnützlichen Ausländern zu unterscheiden und so sieht es auch ein Groß der Bevölkerung, leider. Diese Menschenverachtende Einstellung dürfte wohl noch auf Monarchie und Kolonialismus zurück gehen, denn seit 1948 werden alle Menschen gleich an Würde und Rechten geboren.
Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.(1)
Und so ich nicht irgendwo einen Artikel der Menschenrechte nicht verstanden habe, kann man diese Rechte auch nicht verlieren, schon gar nicht durch den Geburtsort oder das Geburtsland.
Österreich braucht, das ist selbst unseren Ausländerfeindlichen Freunden größten Teils bekannt Zuwanderer und Zuwanderinnen. Allerdings hat sich hier das Weltbild manifestiert, dass uns ein Auswahlverfahren zusteht. Wir nehmen uns das Recht alter kolonialistischer Herrscher, verachten die Menschenwürde und glauben wir könnten auf Basis der Erfahrung, Qualifikation usw. Menschen bewerten. Dazu möchte ich nochmal auf Artikel 1(siehe oben) hinweisen.
Aber mal ehrlich, möchtest du wenn du ins Ausland fährst bewertet werden nach dem was du kannst oder eben nicht kannst? Oder möchtest du gar danach bewertet werden wie weit dein Geburtsort entfernt ist? Oder vielleicht lieber nach der Geschichte deines Landes? Als Österreicher immer an deinem großen Führer gemessen werden?
Natürlich verstehe ich, dass wir alle ein bisschen Angst haben vor etwas was wir nicht kennen, ich habe auch ein mulmiges Gefühl wenn ich in eine dunkle Höhle gehe ohne Licht und noch nie in der Höhle war. Und dementsprechend wollen wir dass sich die Zuwanderer und Zuwanderinnen an uns anpassen, dass sie anfangen die gleiche Kleidung zu tagen, dass sie die gleiche Sprache sprechen, dass Sie Pizza(Süditalien) essen, Wiener Schnitzel(Oberitalien), Sachertorte(wirklich österreichisch), Kebap(Türkisch), Schweinsbraten(Tschechien,Bayern, Schweiz), Knödel(nicht ganz klar, aber nicht nur typisch österreichisch) und was wir Österreicher hald sonst so essen. Problem dabei? Die Speisen sind doch alle gar nicht österreichisch, zumindest kann man von keiner dieser Speisen behaupten Sie wäre rein typisch österreichisch, die meisten als typisch österreichisch angesehenen Speisen werden auch von unseren tschechischen Nachbarn gerne Konsumiert.
Aber zumindest die Kleidung sollten sie die gleiche tragen, sie sollten auch zum H&M gehen, der übrigens nicht in Österreich entstanden ist, oder zum Vögele, die Einrichtung von Ikea und das Auto von VW.
Und jetzt nochmal zur Höhle, selbst wenn ich das mulmige gefühl habe, trotzdem möchte ich wissen was sich in der Höhle verbirgt, was es da an neuem für mich gibt, was es da zu entdecken gibt. Und so ist es auch mit Kulturen, Nationalitäten, Bräuchen, ich möchte Wissen wie ein Inder isst, wie der Franzose spricht, wie der Libanese sich kleidet, eigentlich sollten wir dankbar sein, über jede_n Zuwanderer_in, dass uns die Reise in das ferne Land erspart bleibt um die Bräuche kennen zu lernen!