Ihr seids doch alle Plastik

Warum versteht das keiner? Ich weiß zwar nicht ob Jan Delay es so meinte wie ich es versteh oder ob er es anders meinte als ich es verstehe, aber für mich gibt es Menschen die sind aus Plastik. Und das muss sich jetzt nicht durch das tragen von Plastik äußern und muss auch nicht im tragen von H&M Klamotten ausgedrückt werden. Oder durch die Bevorzugung von Plastik Utensilien.

Dieses “Plastik sein” betrifft auch nicht nur Ö3 Hörer_innen wie vielleicht so manche_r Alternative_r vermuten mag, dieses “Plastik sein” betrifft in hohem Maße auch die alternativen Kulturen. Wie oft fühl ich mich durch diese ganze Junge alternative Kultur angewiedert? Nehmen wir als Beispiel das FM4 Frequency oder das NovaRock her. Beides Veranstaltungen zu denen ca 100.000 Menschen erscheinen, die alle Party machen. Und anschließend eine Müllhalde hinterlassen. Und verkauft wird das ganze als alternative Veranstaltung, mit alternativen Bands, alternativem Lineup und so weiter und so fort.

Alternativ im Sinne von viele Menschen treffen sich um sich einige Tage zu betäuben, jegliches Nachhaltigkeitsdenken vergessen und eben nur mehr in der Party leben.

Der Kartenpreis ist im moment(2011) bei ca. 130€ bei diesen Festivals, das Bier kostet 4-5€ und die Preise von “frischer” Nahrung wollen wir mal außen vor lassen. Also im Endefekt handelt es sich lediglich um ein gigantisches Fest des Kapitalismuses, wie es selten statt findet. Und die Ironie ist, dass Bands wie “Wir Sind Helden” und wie sie alle heißen, die alternativen Pop Ikonen auftreten für ein stattliches Entgelt, das sie dafür Kassieren, dass sie Hymnen gegen eben dieses System oder diese Kultur vertont haben. Lustig irgendwie. Aber darum solls nun wieder auch nicht gehen, den Kapitalismus zu kritisieren, das überlasse ich mal den dafür besser geeigneten Personen, die es ja zweifelsohne gibt!

Zurück zum Plastik, für mich sind Menschen die sich über äußerlichkeiten definieren, die versuchen einer Gruppe anzugehören ohne die Mitgliedschaft der Gruppe zu hinterfragen. Für mich ist das Mitglied einer Gruppe zu sein an sich schon verwerflich, aber dieses Beisein zusätzlich auch noch nicht zu hinterfragen grenzt schon an religosität.

Plastik ist, Mode. Aber nicht nur.

Anleitung zur Realitätsfindung #3

Das Projekt das Rauchen sein zu lassen ist ja bereits am ersten Tag gefallen, die restlichen Vorhaben haben sich relativ gut gehalten. Twitter habe ich bis heute noch nicht wieder besucht, wobei Twitter auch nicht so interaktiv ist wie Facebook. Bei Facebook erlag ich heute der Verlockung zu checken warum so viele Mails bei mir im Posteingang sind, die das Label Facebook haben. Am Abend am Balkon kurz eingeloggt. Mehrere Freundschaftsanfragen, mehrere Nachrichten und fast 50 Benachrichtigungen über Verlinkungen usw. Aber ich konnte meinen Zeitaufwand/Verlust relativ gering halten, vielleicht 15 Minuten.

Serien, speziell Columbo und Big Bang Theory sind mir leider mitte der Woche an einem kaputten Abend wieder gekommen.  Aber zumindest ist das Lesen noch nicht in den Hintergrund getreten. Und das Buch Eiland, dass mir von einer Zugbekanntschaft empfohlen wurde ist eines dieser wundervollen Werke, die Mut zum Leben machen.

Nachdem somit alle Vorhaben die ich mir gesetzt habe gefallen sind, heute wurde das erste mal wieder PC-gegambelt, kann ich zusammenfassend feststellen, dass es entweder eine zu große Herausforderung für mich war, oder mensch sich zu nichts zwingen sollte.

Eine Schlussfolgerung konnte ich in den letzten Tagen aber erreichen. Für mich hat es keinen Reiz nonsense zu reden, nonsense aber nicht im Sinne von “Nonstop Nonsense” sondern viel mehr im Sinne von Nichtigkeiten… Ich denke dass dies das Ende der Serie Realitätsfindung ist.

Anleitung zur Realitätsfindung #2

“In alten Zeiten, als die Menschen noch nicht von allerlei Unterhaltung, von Fernsehen, Video und anderem überschwemmt wurden, gab es Weise, die ihr Leben der Erforschung menschlicher Bedürfnisse und deren Befriedigung widmeten.” (Stephen T. Chang)

Interessant das jetzt zu finden. Aber ich muss zugeben, gewusst hab ich das ja schon immer. Aber jetzt zum Realitätsnachweis. Rauchen aufhören scheitert(e) auch am 2. Tag bereits am frühen Abend hatte ich 3 Zigaretten geraucht, sie schmeckten aber nicht!

Der Verzicht auf Facebook, Twitter und Co wirkt sich bisher höchst positiv auf meine Produktivität aus. So verfasste ich in den letzten 48 Stunden mit diesem 4 Blog Einträge und las vermutlich mehr als die Wochen davor aufsummiert. Während dem Arbeiten auf Facebook und Co verzichten ist gar nicht so einfach, zumindest wochenends, da bin ich dann doch die meiste Zeit nicht ausgelastet. Dafür erkannte ich ein Weiteres Medium das noch deaktiviert werden muss. Skype und andere Instant Messenger.

Die Auswirkungen des Rückzugs aus Twitter und Co machen sich weiter bemerkbar. Statt die Stati von irgendwelchen Menschen zu lesen, klettere ich in der Wikipedia herum und bombardiere mein Hirn mit Informationen. Und die deaktivierung von Skype oder zumindest reduzierung trägt wohl ebenfalls dazu bei, meine Zeit “sinnvoll” zu nutzen.

Urbania – Part II

Part I … Seine Augen schweiften langsam von dem kleinen Cafe mit den Stehtischen die als Gastgarten fungierten, von seiner Linken über die Auslagen eines kleinen mit Modekleidern gefüllten Ladens über die Frauen und Männer die sich über die gesamte Breite der Straße von ihm weg und ihm entgegen bewegten bis zum Friseurladen und der imbissbude rechts von ihm. Ein frisch frisierter junger Mann im Anzug verlies den Friseur in eben diesem Moment. Seine Haare waren dunkel, mittel lang, also nicht Schulterlang aber auch nicht kurz geschnitten. Er hatt einen dieser typischen Schönlings Haarschnitte, die immer fettig und ungewaschen wirken durch das Gel, das den Stirnhaaren die rundliche Form gibt. Ein wenig Angewiedert vom schlechten Geschmack der Welt setzte er sich wieder in Bewegung.

Wie so oft waren seine Gedanken ihm schon vorausgeeilt, trafen sich bereits mit der ominösen Person aus dem Internet, die ihn unbedingt treffen musste ohne genauere Gründe angeben zu können. Was hatte sie, oder er ihm wohl wichtiges mit zu teilen oder zu zeigen warum hatte er sich eigentlich auf dieses Treffen eingelassen? Wieso sollte es ausgerechnet an der Dominikusbrücke sein und wieso musste er als Kennzeichen eine schwarze Krawatte, ein Zeichen der Trauer, tragen?

Er näherte sich der Brücke und hielt ausschau nach der Person mit dem schwarz weiß gestreiften Armband, was trägt man zu einem schwarz-weißen Armband und wieso wusste er nicht einmal das Geschlecht seines Gegenübers? Es würde die Suche doch um 50% erleichtern. All diese Gedanken plagten ihn, als er, mittlerweile auf der Brücke angekommen, von einem älteren Herrn gerempelt wurde. Der Mann hatte graue Haare, der Haaransatz war bereits nach hinten versetzt, was ihn jedoch ncith daran hinderte die Haare, welche noch auf seinem Kopf sprießten wuchern zu lassen, ungekämmt. Eine markante, hohe Stirn setzte über seinen klaren blauen Augen an, dazwischen graue, kräftige Augenbrauen. Es waren große Augen, die den Eindruck erweckten als könnten sie alles sehen, alles wahr nehmen, selbst Gedanken. Die Lippen zu beschreiben wäre Sinnfrei, sie Waren unter dem Bart nicht erkennbar. Auch dieser dürfte vor langer Zeit, so wie die Haare, eine kräftige Farbe gehabt haben, bbei diesem Treffen war nicht mehr viel davon übrig gebliben. Sein Blick huschte auf das Armgelenk des unbekannten Anpöblers. Da war es, das schwarz-weiß-gestreifte Armband, wobei es durch die große Anzahl an Reinigungen die es offensichtlich im Laufe seiner Existenz schon hinter sich gebracht hatte wohl korrekter als hell-dunkel-grau-gestreift bezeichnet hätte werden müssen.

Ohne ein Wort zu verlieren signalisierte ihm der Mann, nachdem er bemerkt hatte, dass er erkannt war, ihm zu folgen. Sie wechselten auf die andere Seite des Ufers…

Anleitung zur Realitätsfindung #1

Nachdem ich selbst erkannte, wie verkorkst, unfähig, dämlich ich in gewissen belangen geworden bin, fasste ich während einer Zugfahrt  kurzerhand den Entschluss mich von diversen Süchten zu befreien. An erster Stelle lagen natürlich Facebook, Twitter und der ganze Rest de3r virtuellen Sozialen Welt. Nach einem kleinen Nickerchen im Zug kam mir dann aber auch noch der Gedanke auf den Konsum von Tabakwaren zu verzichten. Alkohol und Süßigkeiten werde ich zumindest vorerst noch außen vor lassen.

Noch während der Zugfahrt fragte ich mich selbst was ich damit bezwecken möchte. Das fernbleiben von Sozialen Netzwerken soll mir Zeit sparen. Auch der SMS&Telefon Kontakt sowie der auf ein Minimum reduzierte e-mail Kontakt soll dazu führen, unpersönliche Kommunikation zu reduzieren. Und die Substitution unpersönlicher Kommunikation durch persönliche Kommunikation scheint mir als zwingend erforderlich für meine Seele.

Auch Filme, TV, Serien und Computerspiele möchte ich in nächster Zeit reduzieren, das Wegfallen dieser Zeitverschwendung sollte dazu führen sich mit Büchern, und Menschen auseinander zu setzen. Jeder Zwischenmenschliche Kontakt ist höher einzuschätzen als Cyberkontakt, jede geschriebene Seite hat mehr Wert als ein ganzer Film.

Das beendigen der Raucherei, das übrigens am 1. Tag noch scheiterte, sich aber vorerst noch in Grenzen hält soll mir einen Gewinn an Fitness bringen. Ich möchte die 3 Stockwerke bis zur Wohnungstür absolvieren ohne dabei in Atemnot zu geraten, möchte mit dem Fahrrad durch Graz fahren ohne dabei wie ein Hund zu hecheln. Und ich möchte freie Atemwege haben, keinen Schleim der täglich den Körper runter zieht.

Andere Optionen werden vorerst noch beobachtet. Zum Beispiel der Verzicht auf Portable Musik wird von mir als Sinnvoll eingestuft, da durch diesen Verzicht die Haftung in der Realität gestärkt wird. Kopfhörer ziehen einen in eine andere Welt in der mensch im Moment nicht ist!

Bitte um Erklärung

Ich verstehs noch immer nicht! Also, jetzt werd ich darauf hingewiesen, dass mensch bald in Österreich Türkisch Maturieren kann. Vorerst mal soweit na und? Mensch kann auch Französisch, Englisch, Spanisch, Russisch… maturieren. Dann die Aufklärung, mensch kann in zukunft türkisch als Sprache für die Matura wählen, so wie an manchen Schulen Englisch und an den meisten Deutsch. Hm… soweit seh ich jetzt eigentlich noch immer kein Problem. Nach ein bisschem Google findet sich dann relativ aktueller Atikel in der Presse dazu. Also das Ministerium überlegt, beschlossen ist (noch 5.4.2011) nichts.

Und dann sieht der Plan doch wirklich so aus, dass SchülerInnen zukünftig statt Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Tschechisch… Türkisch wählen können sollen. Das ist natürlich überaus negativ, weil wenn jemand Türkisch spricht kann er sich mit der türkischen Minderheit unterhalten und diese verstehen! Das wollen wir doch nicht, oder?!?

Achja und dann war da noch das, dass wir unsere Kultur verlieren weil wenn “die Türken” bei uns Moscheen aufbauen dann fallen unsere Kirchen um und das schaut ja nix zgleich! Achso nein, Moscheen lassen Kirchen nicht zusammen brechen, sie stören nur das Landschaftsbild.

Ach egal die Argumentation die hinter dem ganzen blödsinn steht is inkonsistent und aus.