Familienbeihilfe #unibrennt

WTF?

Also ich versteh euch alle schön langsam nicht mehr so ganz, was natürlich nicht heißt dass ich jemals auch nur eine_n von euch verstanden hätte.

Audimax Besetzung

Das erste wo ich mir mal ziemlich an den Kopf greife ist, dass ein paar Lustikusse das Audimax erneut besetzen. Ich mein habt ihr denn die Medien letztes Jahr nicht mit bekommen? Habt ihr nicht verstanden, dass eine Besetzung nur negative Publicity bringt? Jetzt stellt ihr wiener BesetzerInnen euch mal in ein Winkerl und denkt über euer Verhalten nach. Dieses mal bin ich auf der Seite der Konservativen, weil Ihr durch euer Verhalten euren eigenen Interessen schadet und ohne Respektlos sein zu wollen, das erinnert mich an das Verhalten der FPÖ WählerInnen!

Kinderbheihilfe – Stipendien

Und das zweite, ist ja noch viel schlimmer. Die Kinderbeihilfe gibt es Zukünftig nur mehr bis 24. Schnell nachgerechnet. Angenommen du machst eine HTL(ende mit 19) musst anschließend noch Zivildienst machen(danach bist du ca. 20), dann hast du 4 Jahre für dein Bachelor Studium, das sollte mit Toleranzsemestern dann ziemlich genau hinkommen, oder?

Und das Gejammer dass es gerade die Mittelschicht und die sozial schwächeren trifft kann ich auch schon(!) nicht mehr hören. Die Kinderbeihilfe ist eine Förderung die jede_r BürgerIn für seine Kinder bekommt! Der/die MillionärIn genauso wie der/die SozialhilfeemfängerIn und somit sollte sie generell abgeschafft werden, nicht erst ab dem 24. Lebensjahr. Meinetwegen bis zur Matura. Aber spätestens ab der Matura muss es sozial sinnvolle Hilfestellungen für weniger reiche geben!

Meine Forderungen

Ich fordere eine Neustrukturierung der Studienbeihilfe, sowie eine Erhöhung der Studienbeihilfe auf 800€(oder meinetwegen auch mehr)! Als Ausgleich dafür eine Streichung der Kinderbeihilfe ab Beendigung der primären Ausbildung(AHS/BHS…).

Ich fordere für alle Nichtbezieher der Studienbeihilfe die Möglichkeit eines geförderten Kredits, es kann nicht sein dass Studierende von reichen Eltern Lebenslänglich von Ihren Eltern abhängig sein müssen! Die Rückzahlung des Kredits erfolgt ab einem Brutto(!)-Einkommen von 2000€ oder mehr.

Ich fordere jede_n PolitikerIn, der/die diesen Blogeintrag liest oder auch nur überfliegt mir ein Statement zu hinterlassen!

Ich fordere von der Österreichischen Hochschülerschaft sich für ein neues Stipendiensystem einzusetzen und die Kinderbeihilfe als Gegenleistung anzubieten.

Ich fordere von den UnibesetzerInnen Vernunft bei zukünftigen Aktionen!

7 thoughts on “Familienbeihilfe #unibrennt

  1. Gustav G. says:

    Find ich persönlich ganz schwach.

    Wieso sollte die Familienbeihilfe gekürzt werden? Das geht noch viel weiter… Versicherungen, Öffitickets, weitere Vergünstigungen, das wird alles dann auf 24 Jahre angepasst.

    Und das Geld meiner Eltern ist leider nicht mein Geld weshalb Leute mit wohlhabenden Eltern keine Beihilfen bekommen, oft aber nicht genug Geld von ihren Eltern erhalten um studieren zu können. Die fallen da raus.

    Und warum soll die Krisenlast auf den Ärmsten ausgetragen werden? Gescheite Besteuerung reicht…

  2. holzi says:

    lustig, wie sich deine einstellung in den letzten monaten verändert hat! oder doch nicht? :-)

    bin bei dir bez umstrukturierung des fördersystems. nur soweit wirds mit dieser regierung nie kommen und im jetzigen system sind die aktuellen kürzungen fatal!

  3. leningratt says: Post Author

    @Gustav wenn deine Eltern zu wohlhabend sind dass du förderungen bekommst dann darfst du einen geförderten Kredit in Anspruch nehmen, wenn du den Rechtsweg mit deinen Eltern nicht beschreiten willst.(Achtung ich geh dabei nicht von momentanen Förderkriterien aus!) und verbilligte öffis etc müsste man ans stip koppeln, richtig

    @holzi ich fordere lediglich sozial gestaffelte hilfeleistungen und nicht alles für jede_n ;-)

  4. holzi says:

    @ali um die streichung und ersetzung der familienbeihilfe zu legitimieren, musst du die eltern aus der unterhaltspflicht entlassen (eltern sind bis zum ende des bildungsweges unterhaltspflichtig) und dann ist jeder student quasi einkommenslos (außer einige wenige ausnahmen).

    es ist mMn nicht tragbar die unterhaltspflicht zu streichen, dann aber erst wieder gestaffelt nach dem einkommen der eltern, die dann ja nicht mehr für die lebenskosten ihrer kinder verantwortlich sind, studienförderungen auszuzahlen. dann wären studenten mit reicheren eltern ja extremst benachteiligt.

  5. leningratt says: Post Author

    lieber ein nachteil für einige wenige finanziell starke wie ein nachteil für ettliche finanziell schwache studierende.

    und die unterhaltspflicht muss ich ja nicht streichen, ich kann einfach als staat unterstützend “eingreifen” bei familien wo es erforderlich ist, als staat muss ich aber nicht allen Familien zur hilfe eilen nur weil sie kinder haben.

    Außerdem profitiert die Mittelschicht weit mehr vom Staat als die Arbeiterschicht, mal eine echt interessante Doku dazu im ORF gesehen, vgl von Arbeiterschicht-Kindern mit Mittelschicht-Kindern und die vom Staat getragenen sozialleistungen/förderungen. weiß leider nimma welche zahlen genau und wie der name war :(

  6. holzi says:

    “lieber ein nachteil für einige wenige finanziell starke wie ein nachteil für ettliche finanziell schwache studierende.”

    ähm, ali. es ist eher umgekehrt. es gibt viel weniger studienbeihilfebezieher (finanziell schwache) als nicht-studienbeihilfebezieher (finanziell starke)

    ja ob der staat familien zur hilfe eilen will oder nicht ist eine generelle frage. ich dachte nur, vorallem die övp ist ja so eine “Familienpartei” und will familien dazu bringen mehr kinder zu bekommen. diese entscheidungen gehen jedenfalls genau in die andere richtung.

    gestern war ja so ein schönes beispiel in der zib2, wo eine familie durch diese regelung monatlich nächstes jahr ca 500€ weniger zur verfügung hat. das waren auch nicht wirklich reiche (hatten glaub ich irgendeine kleine gastronomie oder so). eine kind ist 18, wird gerade mit ausbildung fertig und hat noch keinen job (wurde jetzt gestrichen), anderes kind ist 24 und studiert noch (auch gestrichen) und fürs 3. kind noch die 13. familienbeihilfe halbiert.
    natürlich ist das ein extrembeispiel, aber es kann ja nicht sein, dass immer mehr und mehr gerade blöd durchs system fallen.

    wenn man schon bei der mittelschicht zu sparen beginnt, dann muss man wirklich auch einmal bei den bauern-(stipendien)förderungen ansetzen. die hab ich noch nie verstanden. aber das traut sich die övp ja nicht.

  7. leningratt says: Post Author

    ich hab ja auch gsagt dass das derzeitige stipendiensystem nicht OK is und dass da neue “Richtlinien” getroffen werden müssten und somit würde sich: “lieber ein nachteil für einige wenige finanziell starke wie ein nachteil für ettliche finanziell schwache studierende.” ergeben ;-)

    naja kinderbeihilfe für arbeitslose kinder is fraglich inwieweit sinnvoll, sollte da nicht eher das AMS früher greifen? Und zu den Verlusten bei der/dem Studi, das sollte in deartigen fällen hald per stip kompensiert werden und dass die 13. Familienbeihilfe “fällt” is a frechheit, da geb i da recht, weil das trifft genau die ärmeren

    die agrarförderungen oder die stipendienförderungen für bauerInnen? bauern sind a eigenes thema, die haben beispielsweise wenns um pension geht ziemliche arschkarten… da ghörad sowieso ma generell überarbeitet…

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